Werner Spies (Hg.)

Max Ernst

Leben und Werk
Cover: Max Ernst
DuMont Verlag, Köln 2005
ISBN 9783832175214
Gebunden, 351 Seiten, 49,90 EUR

Klappentext

Ein bewegtes Künstlerleben lässt ein ganzes Kunstjahrhundert verstehen: Lebensbilder - BilderlebenBildwelten schuf Max Ernst als wichtigster Künstler des Dadaismus und Surrealismus sein Leben lang. Aber nur mit dem Blick auf die Bilder seines wirklichen Lebens und mit dem Klang der zahlreichen Originaldokumente, Briefe, Gelegenheitsdichtungen und Tagebücher im Ohr vermag der Leser und Betrachter begreifen, was diesen zu den herausragendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts zählenden Maler bewegte. Das zwischen den Kunstmetropolen des 20. Jahrhunderts verlaufende Leben des Malers, der mit den bedeutendsten Kollegen seiner Zeit in engstem Austausch stand, vermittelt darüber hinaus faszinierende Einblicke in das dicht verwobene Netzwerk, das die Kunst des 20. Jahrhunderts bestimmte. Als »Dada-Max« stand Ernst in regem Austausch mit Tristan Tzara und Hans Arp und den Künstlern der Dada-Zentren Zürich und Berlin. In Paris begegnen wir dem surrealistischen Künstlerzirkel um Andre Breton und Paul Eluard und in den USA erleben wir Max Ernst in intensivem Austausch mit den Händlern und Sammlern der Neuen Welt. So eröffnen diese Einblicke in ein bewegtes Künstlerleben zugleich die Sicht auf ein ganzes Kunstjahrhundert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.01.2006

Fasziniert zeigt sich Henning Ritter von diesem von Werner Spies herausgegebenen umfangreichen Dokumentarband, der Zeugnisse zu Leben und Werk Max Ernsts versammelt. Beim Durchblättern gewinnt Ritter fast den Eindruck, der einstige Dada-Künstler sei ein Traditionalist gewesen. Deutlich wird für ihn jedenfalls, dass Ernst bei aller Sympathie für das Neue dem Malerhandwerk stets verbunden blieb. Ritter betrachtet Ernst folgerichtig als Handwerkerkünstler, berichtet über seine Collagetechnik und verweist auf den Einschnitt zwischen seiner revolutionären, dadaistischen Phase und seinem späteren Werk. An vorliegendem Band lobt er insbesondere die Aufnahme von Ernsts "Biographischen Notizen", einer Sammlung von biographischen Reflexionen seit den zwanziger Jahren. Damit wird seines Erachtens "zum ersten Mal" die "bildlich-sprachliche Doppelstrategie" sichtbar, die Max Ernsts Leben und Werk erst rund macht. Das Resümee des Rezensenten: "Gleichmaß und Niveau seiner Selbstäußerungen, aber auch der in umsichtiger Regie hinzugezogenen Kommentare der Künstlerkollegen und Kritiker erstaunt."
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