In den Schriften von Werner Spies, einem Oeuvre, das neben Werkmonographien und Zeitungsbeiträgen Aufsätze und Abhandlungen umfasst, haben sich die Facetten dieser gelehrten Persönlichkeit niedergeschlagen. Eine tiefe Verpflichtung gegenüber diesem Gegenstand ist Auslöser akribischer Recherchen geworden und hat eine Konsequenz der Analyse zur Folge, die auch Übersehenes oder scheinbar Abgelegenes wieder in das Bewusstsein rückt. In ihrer Breite und thematischen Vielfalt waren diese Schriften bisher nicht an einem Ort versammelt. Die nun erscheinende Ausgabe in Einzelbänden zeigt, wie Werner Spies die Geschichte der Kunst von der Vormoderne zur Moderne erfasst.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.09.2009
Wer sich der modernen Kunst, der Literatur, aber auch des Films und der Musik vergewissern möchte, dem empfiehlt Johannes Willms die "mustergültig edierte" Sammlung mit Aufsätzen, Reden und Kritiken von Werner Spies als Vademecum. Zu Spies, seiner Produktivität, seinem Interessenspektrum, seiner Kenntnis der Materie, aber auch zu seiner Sprachbeherrschung und seinem Charme fallen Willms nur Superlative ein. Ganz besonders aber schätzt der Rezensent an diesem "uomo universale" die Fähigkeit, noch das komplexeste Kunstwerk anschaulich zu fassen. Wie kein anderer, meint Willms, ist dieser Autor dazu befähigt, weil ihn eine Intimität mit den Künstlern verbindet, die selten ist. Und die Spies immer wieder Zeuge beim Schaffensprozess sein lässt. Dies und das Wissen um die Lebenswelt des Künstlers ermöglichen eine Authentizität und Lebendigkeit, die Willms sehr schätzt und die seiner Meinung nach dazu beitragen, dass die Texte Gültigkeit und Bestand haben.
Rezensentin Petra Kipphoff begrüßt diese umfängliche Edition mit dem journalistischen Lebenswerk von Werner Spies. Neun Bände mit Texten zur Kunst und einer mit Aufsätzen zur Literatur, wie sie anerkennend über die hier zum Ausdruck kommende, selten gewordene Bandbreite von Kenntnissen und Interessen vermerkt. Spies' Beiträge zu Literatur, Kunst und Künstlern des 20. Jahrhunderts findet Kipphoff prägend für die Diskussion einer Epoche.
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