Wjatscheslaw Daschitschew, Mitglied der Moskauer Akademie der Wissenschaften und enger außenpolitischer Berater Michail Gorbatschows, dokumentiert und analysiert in diesen Aufzeichnungen alle wesentlichen Aspekte der sowjetischen Außenpolitik in schonungsloser Offenheit. Ausgehend vom Hitler-Stalin-Pakt bis hin zum Ende des Kalten Krieges, zur Wiedervereinigung Deutschlands und zum Zerfall der Sowjetunion beschreibt der Autor faktenreich und detailliert eine Machtpolitik, die letztlich zum Scheitern verurteilt war.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.12.2002
Hans-Adolf Jakobsen findet es sehr begrüßenswert, dass mit dem Buch nun auch für die Sowjetunion eine detaillierte Untersuchung der Außenpolitik in den 80-er Jahren bis zum Ende des Kalten Krieges vorliegt. Er lobt den Autor, der selbst durch einige "Memoranden" Einfluss auf die Politik Gorbatschows hatte, für dieses "imponierende Werk" und attestiert ihm, mit seiner Analyse profunde "Einblicke" in die Außenpolitik der Sowjetunion in dieser Zeit zu bieten. Der Rezensent erwähnt, dass der russische Autor "zahlreiche aufschlussreiche Dokumente" aus seinem Privatbesitz zu diesem Buch beigesteuert hat, und er bedauert es lediglich, dass er Quellen aus den russischen Archiven, die er verwendet hat, nicht zur Überprüfung ebenfalls abgedruckt hat. Möglicherweise, so der Rezensent abschließend, überschätzt Daschitschew seine "Rolle" in der Beendigung des Kalten Krieges. Dennoch betont Jakobsen die großen Verdienste des Autors auch um die Wende in Deutschland und er bekräftigt, dass er auch in diesem Buch seine "analytischen Fähigkeiten", die weltpolitische Lage "realistisch einzuschätzen" demonstriert hat.
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