Wo befinden wir uns, wenn der Human Resources Manager den City Call auf seinem Handy beendet und am Service Point nach dem Rail & Camp; Fly-Ticket fragt? Klar: In Deutschland natürlich. Haben wir das wirklich nötig: all diese Anglizismen? Wäre weniger nicht mehr? Und ob, sagt Wolf Schneider. Vor zwei Jahren hat er die Aktion "Lebendiges Deutsch" mitbegründet, um das Deutsche mit frischen Worten zu beleben: Startuhr statt Countdown, Schnellkost statt Fastfood, Aktionärsnutzen statt Shareholder-Value. Mit gewohnter Leichtigkeit und Klarheit wendet sich Wolf Schneider in diesem Buch gegen die grassierende Anglo-Manie, gegen die Affenliebe zum Englischen und nur gegen sie: "Müssen wir es denn den Sprüchemachern der Werbung und ein paar globalisierungs-besoffenen Unternehmen überlassen, wie die deutsche Sprache sich entwickelt?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.03.2008
Rezensent Johan Schloemann stellt zwei Bücher vor, die sich je auf ihre Weise gegen die Globalisierung der Sprache wenden. Wolfgang Schneiders Verdienste um ein klares Deutsch weiß der Rezensent durchaus zu würdigen. Er schließt sich Schneiders Kampf gegen unnötige Anglizismen in der deutschen Sprache auch gerne an, findet aber, dass Schneider bei seinen Vorschlägen, wie man englische Begriffe durch deutsche ersetzen könne, mitunter sein "Sprachgefühl" im Stich lässt. Für Einfälle wie "Prellkissen" statt "Airbag" oder "Klapprechner" statt "Laptop" kann sich der Rezensent nicht erwärmen.
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