Wilfried Eichhorn erträgt sein biederes Familienleben und seinen grauen Arbeitsalltag nach außen hin mit Gleichmut, doch in seinem Innern brodelt es. Als er der Geigerin Helene begegnet, beginnt für ihn ein neues Leben. Helene entführt den schüchternen Familienvater in die Welt der klassischen Musik, der Künstler und Intellektuellen. Er ist fasziniert; aber um alles »hinzuschmeißen« fehlt ihm doch der Mut. So beginnt er ein Doppelleben zwischen Werkskantine, Wohnküche, Konzertsaal und Künstlerfeten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.03.2001
Konrad Franke findet dieses Roman-Debüt vom soziologischen Standpunkt aus betrachtet sehr gelungen, auch wenn er meint, dass es für den "Literaturkritiker" nicht viel her gibt. Der Autor mache seine Hauptfigur, den Elektriker Wilfried, der seine Liebe zur ernsten Musik und zur Geigerin Helene entdeckt, zum "Vehikel", um die Funktionsweise der Gesellschaft in der DDR zu zeigen. Dass er das "ganz ruhig, sehr umsichtig, ohne Verachtung zu zeigen" tut, dafür erringt er das Lob des Rezensenten, der ihm erschöpfende Kenntnisse des Alltags der DDR-Gesellschaft attestiert.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…