Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.08.2001
Wolfgang Tischner hat sich ausgiebig in diverse Archive begeben und das ans Tageslicht beförderte Material über die Katholische Kirche in der DDR gründlich aufbereitet, lobt Ulrike Koltermann, die bar erstaunt ist darüber, wie geschickt die Katholiken in den ersten Nachkriegsjahren den atheistischen Staat hintergingen und erfolgreich ihren Glauben praktizierten, Presseorgane, Religionsunterricht an staatlichen Schulen und Privatschulen inklusive. Einen Preis musste die Kirche allerdings dem Staat entrichten, berichtet die Rezensentin: Eine politische Aktivität war Tabu. Allerdings umging die Kirche im Laufe der Zeit auch das, in dem sie in eigenen Publikationen zumindest versteckt politische Analysen unterbrachte, wie der Leser erfährt.
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