Kriegsverbrechen sind ein Thema, das auch im 21. Jahrhundert nichts von seiner Brisanz verloren hat. 43 internationale Fachleute untersuchen Kriegsverbrechen - weltweit - unter verschiedenen Aspekten. Der Band schließt mit einem Blick in die Zukunft und beleuchtet in diesem Zusammenhang das umstrittene Projekt eines Ständigen Internationalen Gerichtshofes.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.04.2002
Rezensent Christoph Jahr empfiehlt diesen Sammelband als "umfassenden Überblick über den gegenwärtigen Forschungsstand" zu Verbrechen gegen das Kriegsrecht und das humanitäre Völkerrecht. Nach der Thematisierung der deutschen Kriegsverbrechen im Ersten Weltkrieg zeigen die Beiträge die systematische Förderung und die Beteiligung der Wehrmacht an den Verbrechen im Zweiten Weltkrieg, schreibt Jahr. Neben der deutschen Auseinandersetzung mit den Kriegsverbrechen nach 1945 werden laut Rezensent auch die Kriegsverbrechen der Amerikaner, der Japaner und Niederländer sowie die Verbrechen der Roten Armee an den Deutschen behandelt. Vermisst hat Jahr allerdings eine Auseinandersetzung mit dem Völkermord an den Armeniern, der trotz Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg unerwähnt blieb.
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