Herausgegeben von Heimo Halbrainer, Claudia Kuretsidis-Haider. Genozid, NS-Verbrechen und staatlich angeordnete und/oder geduldete Gewaltverbrechen waren neben neuesten Forschungsergebnissen zur österreichischen Nachkriegsjustiz Thema der am 23. und 24. März 2006 in Graz durchgeführten Konferenz "Genocide on Trial". Von den Nürnberger Kriegs- verbrecherprozessen zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Die Publikation dokumentiert die Vorträge dieser Tagung, geht aber in der Breite der Darstellung darüber hinaus, indem die Referenten und Referentinnen ihre Beiträge teilweise überarbeitet und vertiefend ergänzt haben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2008
Rezensent Joachim Riedel kommt zu einem zwiespältigen Urteil über dieses Buch. Weite Teile des Sammelbandes zur Strafverfolgung von Kriegsverbrechen hat er mit Gewinn gelesen, vor allem die Beiträge aus österreichischer Sicht. Gar nicht einverstanden ist er dagegen damit, wie die Verfolgung von NS-Verbrechen in der DDR und BRD gegenübergestellt werden. Denn dass die DDR mehr und härtere Urteile gefällt hat, will er ihrer Justiz nicht unbedingt positiv anrechnen.
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