Herausgegeben von Erhard Chvojka, Andreas Schwarcz und Klaus Thien. Während aller Epochen der Geschichte und in jeder Region der Welt waren und sind Menschen in der Lage, die Zeitlichkeit von Abläufen wahrzunehmen. Dies macht die Zeit - neben dem Raum - zu einer Universalkategorie menschlicher Kultur. An die dem Menschen innewohnende Fähigkeit der individuellen, subjektiven Wahrnehmung von Zeitlichkeit knüpft sich in sämtlichen Gesellschaften die Entwicklung einer komplexen Kultur der Formen und Inhalte, auf deren Grundlage Zeit unterteilt, geordnet und bewertet wird. Die zeitliche Gestaltung des Alltages, der Lebenszeit des Individuums aber auch längerfristiger Abläufe erfahren jeweils eine spezifische Gliederung und Symbolik. Die auf diesem Gebiet im Lauf der Menschheitsgeschichte auftretende Vielfalt kultureller Ausprägungen ist bemerkenswert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.07.2002
So richtig erfährt man aus dieser Kurzrezension leider nicht, was "uha." von diesen "kulturgeschichtlichen Perspektiven" auf die Zeit hält. Allein am Platz kann es nicht gelegen haben. So viel jedoch wird deutlich: Der aus der Ringvorlesung "Zeit und Geschichte" an der Universität Wien hervorgegangene Band versammelt laut "uha." "durchweg flüssig geschriebene" Betrachtungen zur abendländischen Zeitauffassung auf "unterschiedlichem Niveau". Neben kulturkonservativen Betrachtungen über den Verlust der Muße fänden sich auch postmodern inspirierte Beobachtungen zum Shoppen und ein ernüchternder Befund zur Gemütlichkeit der Wiener Kaffeehäuser.
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