Nachdruck der Ausgabe von 1968/69. Herausgegeben von Anton Rauscher und Rudolf Weiler. Mitarbeit: Alfred Klose und Wolfgang Schmitz. Eingeleitet von Wolfgang Schmitz. Das Gemeinwohl. Idee, Wirklichkeit, Aufgaben: Das Gemeinwohl ist keine Leerformel. Seine gesellschaftliche Sicherung und Erreichung - als Zweck der Gesellschaft - ist die Voraussetzung sozialer Gerechtigkeit. Nach Messner müsse das Ziel von Sozialpolitik und Sozialreform in der wohlgeordneten "Gesellschaft" im Sinne "allseitiger Gerechtigkeit" liegen. Du und der andere: Vom Sinn der menschlichen Gesellschaft. Kommentare zur Pastoralkonstitution des II. Vatikanischen Konzils. In diesem Kommentarband zum Konzil geht es Messner um "die Sinnfrage der menschlichen Gesellschaft, in deren vielfältigen Ordnungen und Gestaltungen sich der Mensch einbezogen findet. Ist die Gesellschaft mit ihren Anforderungen an den Menschen eine Belastung für ihn oder ist sie unerlässliche Voraussetzung vollmenschlicher Existenz?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.05.2003
Michael Pawlik gibt zu, die neu aufgelegten "Opuscula" von Johannes Messmer mit Befangenheit aufgeschlagen zu haben. Was können einem heute die moraltheologischen und sozialphilosophischen Ergüsse eines katholischen Priesters sagen, der außerdem gelernter Jurist und Nationalökonom war? Nun ja, mag Pawlik gedacht und sich bestätigt gefühlt haben, als er von der Schädlichkeit vorehelichen Geschlechtsverkehrs las. Schnee von gestern. Mit fortschreitender Lektüre aber fühlte er sich immer stärker irritiert und herausgefordert, behauptet der Rezensent. Messners Lebensphilosophie biete etwas, das die "anämischen Konzeptionen des philosophischen Prozeduralismus" nicht hätten: die Frage nach der inneren Erfahrung, nach einer "vollmenschlichen" Existenz, die zu verwirklichen Pflicht und Grundrecht des Menschen sei. Über die übliche philosophische Dichotomie von Sein und Sollen setzt sich Messner mit erstaunlicher Leichtigkeit hinweg, meint Pawlik fasziniert: die Demokratie diene bei Messner weniger der Setzung als vielmehr der Findung des "gemeinsamen Guten". Atheistische Philosophen, resümiert Pawlik gegen Ende seine fasziniert-skeptische Haltung, zahlten häufig den Preis inhaltlicher Ausdörrung ihrer Theorie. Wolle man diesen Asketismus überwinden, dann führe dieser Weg in die Fülle über den Glauben - aber auch das sei ein hoher Preis.
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