Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Design und Mode

981 Presseschau-Absätze - Seite 58 von 99

Efeu - Die Kulturrundschau vom 08.02.2019 - Design

Soft Chairs von Susi und Ueli Berger. Foto aus dem vorgestellten Band


Katharina J. Cichosch freut sich in der taz über eine Monografie über Susi und Ueli Bergers freundliche Möbel, die bislang nur Kennern tatsächlich bekannt sein dürften. Das anarchische Designerpaar trat einst ein "für die Befreiung vom gerade eben erst etablierten Dogma des Funktionalismus, der Zweckform und des rechten Winkels, die Hinterfragung des vermeintlich Objektiven in der Gestaltung." Stattdessen plädierten sie dafür "andere Gestaltungsoptionen" zu erforschen: "Emotionale Aspekte, Provokation, auch blanker Unsinn waren erst einmal gleichberechtigt neben allem anderen."

Ausgerechnet Batik ist gerade das große Ding in zahlreichen Modekollektionen, fällt Tillmann Prüfer im ZeitMagazin auf.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 07.02.2019 - Design

Besprochen wird die Ausstellung "Inside Out - Einsichten der Möbelkunst" im Kunstgewerbemuseum Berlin (Tagesspiegel).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 05.02.2019 - Design

Trumps und Seehofers Vorliebe für scheußliche Anzüge "ist sicher nicht der Kern des Problems. Aber vielleicht seine Schale? Das Erscheinungsbild einer Politik gegen Errungenschaften der Zivilisation, gegen reale Humanisierung der Lebensverhältnisse", fragt sich Gerhard Schweppenhäuser in einem großen semiotischen taz-Essay, der Modegeschichte, Modetheorie und eine Kulturwissenschaft der Bekleidung streift und schließlich in das Fazit mündet: "Geschmack zeigt sich auch als Empfindlichkeit gegen Grobiane und als Antipathie gegen scheußliche Anzüge, abgetragene Jacken und abgeschmackte Hundekrawatten im öffentlichen Raum. Geschmack könnte sich als wichtig erweisen, wenn es gilt, zivilisatorische Errungenschaften zu verteidigen", auch wenn Schweppenhäuser sich beeilt anzumerken, dass auch modebewusste Smartness nicht automatisch eine am Menschen orientierte Politik nach sich zieht.

Besprochen wird Harriet Worsleys "100 Ideas That Changed Fashion" (taz).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 04.02.2019 - Design

Kurioses aus der Wunderwelt der Religion: Im Netz diskutierten aufgeregte Mitmenschen allen Ernstes darüber, ob sich der Prägung der Sohle eines neuen Nike-Schuhs nach allerlei auf den Kopfstellen tatsächlich das Wort "Allah" findet, berichtet Andreas Rosenfelder in der Welt. Marten Hahn hat für Dlf Kultur die große Dior-Ausstellung in London besucht.
Stichwörter: Dior, Nike

Efeu - Die Kulturrundschau vom 02.02.2019 - Design

Christian Dior. Foto Adrien Dirand


Eine verzauberte Gina Thomas besucht für die FAZ die große Dior-Ausstellung im Victoria & Albert Museum. "Vor dem Hintergrund des Rokokos von Versailles, unter den aus mauvefarbenem Papier nachempfundenen Kaskaden von Rosen, Clematis und Glyzinien und im Glanz eines Ballsaales, in dem das Licht- und Klangspiel den Zauber und die Romantik einer durchgetanzten Nacht suggeriert, wird die Vision eines Modeschöpfers zelebriert, der seine Schöpfungen bis hin zu dem den Duft der Begierde verströmenden Parfum als Gesamtkunstwerke konzipierte. Ein Raum mit dem Titel Diorama ist gesäumt von einer langen Vitrine mit einem witzigen Arrangement von oft bei etablierten Fachherstellern in Auftrag gegebenen Accessoires, das zeigt, wie bei Dior Kreativität und Qualität einher gingen mit ausgeprägtem Unternehmergeist. Neben Lippenstift und Nagellack produzierte die Firma auch Kunstblut für Maskenbilder, verpackt wie ein edles Parfüm."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 26.01.2019 - Design

Im Dlf Kultur erinnert Jochen Stöckmann an die 1894 geborene Designerin Aino Aalto.
Stichwörter: Designerinnen

Efeu - Die Kulturrundschau vom 22.01.2019 - Design

Raf Simons Herbstkollektion 2017 für Calvin Klein. Foto: Calvon Klein

Raf Simons' Vertrag bei Calvin Klein wurde nicht verlängert. Im SZ-Rückblick würdigt Catrin Lorch diese Phase "im Nachhinein als eines der großen gestalterischen Experimente der Gegenwart". Der Belgier beschwor in seinen Entwürfen ein Bild der USA, "als habe er die Komparsen aus einem Robert-Altman-Film über seinen Laufsteg dirigiert: Frauen trugen schlank geschnittene Satinhosen, die kontrastfarbig gemusterten Hemden der Marching Bands und Plastikregenmäntel. Raf Simons hatte sich gegen die kühle Eleganz der Park Avenue und das körperbetonte Beverly Hills entschieden, die bislang den ästhetischen Kontinent eingegrenzt hatten, in dem Calvin Klein herrschte. Und führte den Amerikanern ihre eigene, in Geschmackssachen eher unaufgeräumte Kultur vor: knalleng, glitzernd, kariert, auftrumpfend und kindisch. Wie Monstertruck-Rennen und Grillfeste am Nationalfeiertag. Oder, positiv ausgedrückt, wie die Village People."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 21.01.2019 - Design


Bilder: Porträt Margarete Leischner, 1927-1928 / Bertha Senestréy, 1923, Privatbesitz

Mit ihrer Abschiedsausstellung im Dresdner Kunstgewerbemusum erinnert Direktorin Tulga Beyerle an Designerinnen wie Margarethe von Brauchitsch, Margarete Junge, Gertrud Kleinhempel, Bertha Senestréy und andere, die ab dem frühen 20. Jahrhundert in den Deutschen Werkstätten Hellerau tätig waren, schreibt Peter Richter in der SZ. "In der vor dem Ersten Weltkrieg für jede Raumwirkung noch absolut zentralen Tapetenproduktion waren in Hellerau Gestalterinnen am Werk, die dem Ornament beeindruckende Wege in die Moderne bahnten. Ab den Zwanzigerjahren ist Else Wenz-Viëtor die herausragende Gestalterin an den Werkstätten, ein Multitalent, das sich dem Design von Spielzeug genauso gewidmet hat wie dem von Glas und Möbeln. Und der gehobene Stil der Dreißigerjahre, in der Designgeschichte auch als Dampferstil bekannt, wurde ebenfalls ab den späten Zwanzigern in Hellerau mit geprägt, unter anderem von Lisl Bertsch-Kampferseck."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 18.01.2019 - Design

Die Möbelmesse Köln präsentierte sich im Bauhaus-Jahr so farbenprächtig wie lange nicht mehr, berichtet Max Scharnigg in der SZ. Vor allem aber fiel ihm eine "allgemeine Retrovertiertheit" auf: "Schöner Wohnen ist bei den Marktführern mittlerweile eine eher sentimentale Disziplin. Dazu tragen die immer noch allgegenwärtigen Zutaten Marmor und Samt bei, die in Tateinheit jedem Appartement gleich eine internationale Edelreife verpassen. Aber auch die Mid-Century-Referenzen bei Sofa- und Sesselformen oder die Tendenz, Oberflächen wieder mit Leder oder sonstigen Weichmachern zu beziehen, führt zu diesem Eindruck: Alles gediegen, gedämpft, gestrig. ... Den eigentlichen Bauhausgedanken, das Infragestellen gewohnter Formensprachen und Erforschen neuer Materialien, verfolgte fast keiner der großen Hersteller."

Episch ausufernd: Tillmann Prüfer und Claire Beermann haben für das ZeitMagazin Möbeldesignerinnen aus aller Welt in ihren Ateliers besucht, fotografiert und nach ihren Einschätzungen zur Lage ihres Stands gebeten. Zur Frage, warum das Möbeldesign so männlich dominiert ist, erklärt Nipa Doshi aus Indien: "Ich glaube, dass Deutschland daran nicht ganz unschuldig ist. In der Bauhaus-Tradition wurde Design auf das Elementare reduziert und sehr technologisch verstanden. Und Frauen wurden als zu wenig technisch begabt angesehen. Noch heute stellen viele Design-Firmen lieber Männer ein, weil man dort glaubt, Frauen könnten nicht wirklich produzieren."

Außerdem: In der FAZ gratuliert Niklas Maak dem Designer Philippe Stark zum 70. Geburtstag. Besprochen wird die Ausstellung "Auf Freiheit zugeschnitten - Das Künstlerkleid um 1900 in Mode, Kunst und Gesellschaft" im Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld (FAZ).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 17.01.2019 - Design

Im Freitag wünscht sich Lena Grehl mehr Taschenraum in Frauenhosen: "Weshalb werden Handtaschen durch die fassungsbeschränkten Hosentaschen zum Must-have, wenn ich gar keine Handtaschen tragen, geschweige denn überhaupt kaufen mag?"
Stichwörter: Handtaschen