Zehn Jahre lang gab es unter der Designerin
Phoebe Philo bei
Céline kluge und coole Mode für Frauen mit Stil, unter
Hedi Slimane gibt es auch hier nur noch kurze Kleidchen, in die man sich erst hineinhungern muss,
ächzt Tanja Rest erbost in der
SZ von den Pariser Modeschauen. Der Akzent ist auch verschwunden: "Von Philos gefeiertem Minimalismus bleibt nichts übrig. Ausradiert, zu Staub zerfallen. Slimane hat es im Interview mit dem
Figaro Tage zuvor ja selbst gesagt: 'Bei Celine wiegt die Vergangenheit nicht so schwer wie bei
Dior oder
Saint Laurent. Wir können uns leichter davon lösen.' Die Show in einem Wort?
Gier." Statt bisher eine knappe Milliarde Umsatz hat LVMH-Chef Bernard Arnault den Investoren zwei bis drei Milliarden Umsatz versprochen.
Insbesondere für
Mode-Freunde ist die
BBC-Serie "Killing Eve" über eine Auftragsmörderin und eine Polizistin, die sie jagt, ein Fest,
schreibt Annabelle Hirsch in der
taz: Denn "nie drückte sie so viel so subtil aus wie in dieser. ...
Die Frage des Stils ist in der Beziehung zwischen den beiden Frauen zentral" und ist "ganz weit weg von den eindimensionalen Bildern, die uns die männlichen Interpretationen und Vorstellungen der starken Frau uns bisher präsentiert haben. 'Killing Eve' öffnet
neue Visionen von Weiblichkeit, die schonungslos und amoralisch sind."
Besprochen wird in der
taz außerdem
Hans-
Christian Danys Bomberjacken-Buch "MA-1. Mode und Uniform".