Feminismus-Demo bei Chanel, Galliano bei Margiela - reichlich genervt
ist die
Guardian-Reporterin Jess Cartner-Morley (
Freitag) von der Betriebsblindheit der
Mode, wenn es in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen um politische Themen geht: "
Stella McCartney sagte backstage bei der Fashion-Week in Paris, sie thematisiere, wie "
Stärke allein bei einer Frau grob wirken könne", weshalb es ihr mit der aktuellen Kollektion darum gehe, "das
Weiche und Zarte an einer Frau zu zelebrieren". Ihr Kommentar wurde prompt als antifeministisch verurteilt - was den Motiven einer Frau sicher nicht gerecht wird, die erfolgreich ein internationales Modeunternehmen gegründet hat und es nach strengen ethischen Prinzipien führt. Frustrierend war aber auch, dass McCartney sich nicht öffentlich verteidigte, um
eine echte Debatte herbeizuführen."