Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Design und Mode

982 Presseschau-Absätze - Seite 92 von 99

Efeu - Die Kulturrundschau vom 12.01.2015 - Design

Richtig gram ums Herz wird es Ingeborg Ruthe in der Berliner Zeitung beim Durchstreifen der Adolf Loos und Josef Hoffmann gewidmeten Ausstellung im Wiener MAK angesichts lauter exquisit gestalteter Exponate, mit denen sich ihre Einrichtung zuhause kaum messen kann: Sie hat dabei auch den ganzen "Geiz-ist-geil-Kram unserer heutigen globalisierten Konsumwelt im Hinterkopf. Neidvoll lässt man den Blick über ein riesiges Papier mit Sessel-und Stühle-Entwürfen der Dannhauser"schen Möbelfabrik gleiten - gleichsam ein sprudelnder Quell an stilistischer und handwerklicher Vielfalt, Schönheit, aber auch zweckdienlicher Stabilität - und denkt dabei an den stilnormierten wackligen Ikea-Sessel daheim, aus dem jede zweite Woche die Schrauben herausfallen."
Stichwörter: Hoffmann, Josef, Ikea, Loos, Adolf

Efeu - Die Kulturrundschau vom 09.01.2015 - Design

Peter Richter (SZ) besucht die Ausstellung über die Geschichte des Werkzeugs im New Yorker Cooper Hewitt Museum.
Stichwörter: Werkzeug

Efeu - Die Kulturrundschau vom 02.01.2015 - Design

Ah, die Globalisierung macht die tollsten Umwege! Die Bana in Äthiopien haben mit bunten Haarspangen einen Haartrend geschaffen, der von japanischen Teenagern aufgegriffen wurde, berichtet Ruth Styles in der Daily Mail mit vielen tollen Bildern von Eric Lafforgue: "When Dolce & Gabbana sent models sporting piles of colourful hair accessories down the catwalk during their S/S14 show, the fashion world swooned in delight. But the designers" source of inspiration for the look is an unlikely one - the colourful Bana people of Ethiopia"s Omo Valley, who like nothing better than intricate piles of brightly coloured hair clips. And they aren"t the only ones who love a good hair accessory. Ever the early adopters, Japan"s Kawaii girls have enthusiastically embraced the look, although their colour of choice is pink in all its shades."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 30.12.2014 - Design



Das neue, nach langer Planungszeit fertig gestellte Designmuseum Disseny HUB in Barcelona gefällt Paul Ingendaay schon wegen dessen Lässigkeit: Hier strebte man keine "chronologische Überwältigung und Angeberei mit schierer Menge [an]. Hier muss niemand Geschichte lernen. Im Gegenteil, der Reichtum kommt fast bescheiden daher, weil die großzügigen Räume alles so luftig erscheinen lassen."
Stichwörter: Barcelona, Disseny HUB

Efeu - Die Kulturrundschau vom 29.12.2014 - Design


Links: Fendi, double-breasted mink coat, with chevron patterns in three alternating colors on the top and full white horizontal bands on the lower section, connected by a zipper, autumn/winter 1960-61. Courtesy Archivio Storico Fendi. Rechts: Sorelle Fontana, redingote of ecclesial inspiration, in wool with red piping, cardinal's hat with cord and tassels, chain with cross, 1955. Made for Ava Gardner. Courtesy Archivio Storico della Fondazione Micol Fontana

Die Ausstellung "Bellissima" im Museum Maxxi in Rom versammelt italienische Nachkriegsmode bis zum Jahr 1968. Schon beim Betreten der Ausstellung packt Thomas Steinfeld (SZ) die reinste Verzückung: "Wie grafisch diese Mode war, wie physisch, ja skulptural gedacht und gestaltet."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 17.12.2014 - Design


Bild links: Josef Hoffmann, Schlafzimmer in der Wohnung Johanna und Dr. Johannes Salzer, 1902 (Rekonstruktion) © MAK/Georg Mayer. Bild rechts: Adolf Loos, Schlafzimmer in der Wohnung Lina und Adolf Loos, Wien I., Bösendorferstraße 3, 1903 (Rekonstruktion) © Peter Kainz/MAK

Angeregt und mit Blick auf eine neue Moderne kommt Sabine B. Vogel (Presse) aus einer Ausstellung über "Josef Hoffmann, Adolf Loos und die Folgen" im Wiener MAK: "Während Hoffmann zusammen mit den Künstlern der Secession neue Formen und einen neuen Stil suchte, forderte Loos eine neue Haltung. Hoffmann sah Architektur und Design als Kunst, Loos dagegen verstand Kunst als autonomen Bereich, scharf abgetrennt von der angewandten Kunst. Wie schafft es das MAK, diese zwei "modernen Einstellungen" auszustellen? Hier helfen Gegenüberstellungen, besonders überzeugend von zwei exemplarischen Innenräumen." Im Standard verspricht Wojciech Czaja "einen analytischen Blick auf die Moderne, der in dieser Form einzigartig ist".

Efeu - Die Kulturrundschau vom 16.12.2014 - Design


Wilhelm Willinger, Straßenkostüme von unbekanntem Berliner Modehaus, um 1915. © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek

Die Ausstellung "Krieg und Kleider" in der Berliner Kunstbibliothek bietet auch manche kuriose Erkenntnis über die Mode zur Zeit des Ersten Weltkriegs, berichtet Simone Reber im Tagesspiegel: "In Deutschland stellte die Kriegskrinoline das Pendant zur Lampenschirmtunika dar. Sie verband das Patriotische mit dem Pragmatischen. Der Rocksaum endete auf Wadenhöhe, auf diese Weise ließ sich Material sparen. Die weiten Reifröcke bauschten sich aber so pludrig, dass ihre Trägerinnen behaupten konnten, die Textilindustrie zu unterstützen."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 03.12.2014 - Design



(via boingboing) Vorsicht, Suchtgefahr! Bei Faces in Things kann man stundenlang scrollen und Gesichter suchen.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 26.11.2014 - Design

Etwas erschrocken notiert Simone Reber (Tagesspiegel) in der Ausstellung des Berliner Bröhan-Museums von Neuem Deutschen Design der 80er Jahre, "wie sehr sich das kriegerische Vokabular bis ins Mobiliar hineinfraß. Gitter, Armierungseisen, Stacheldraht - die Gestaltung nahm alle Symbole der Bedrohung auf. Sie spielte mit der Armut, mit der Fragmentierung, mit dem betonierten Provisorium. ... Subtil ist hier nichts. Aber die Formensprache macht Spaß, weil sie die Konfrontation sucht und auf Repräsentation verzichtet." In der SZ rät Jens Bisky heutigen Designern, sich von den schrillen Entwürfen der 80er inspirieren zu lassen. (Bild: Idris Kolodziej, Foto aus einer Fotoserie von Idris Kolodziej und Herbert Jabkob Weinand für die Ausstellung "Design im Foto" in der Galerie Weinand 1989)

Efeu - Die Kulturrundschau vom 19.11.2014 - Design

In der Berliner Zeitung gratuliert Tanja Branes Wolfgang Joop zum 70. Geburtstag. In der Spex unterhält sich sich Jacqueline Krause-Blouin in aller Ausführlichkeit mit dem Modedesigner, der früheren Exzessen in der Mode nachtrauert: "Der Minimalismus funktioniert nur in einer Zeit der sozialen Zufriedenheit. In Zeiten der Krise, nach dem Ersten Weltkrieg etwa, explodierte die Fashion. ... Aber immer wieder gibt es auch einen Zeitpunkt, an dem eine bestimmte Gruppe von Menschen diesen Hunger auf Luxus hat. In den Neunzigern war es in Deutschland wieder so weit, das war die Zeit der Postmoderne und man war nicht mehr so protestantisch. Die Übertreibung machte uns allen endlich mal wieder Spaß! Leider träumen wir nur noch von den eighties!"