Magazinrundschau - Archiv

La vie des idees

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Magazinrundschau vom 24.06.2019 - La vie des idees

Bruno Haas und Thomas Le Gouge warnen davor, das Dach von Notre Dame nach den Plänen Viollet-le-Ducs zu rekonstruieren. Denn gerade seine Spitze widerspreche dem Prinzip gotischer Kathedralen: "Die Spitze und das Dach von Notre-Dame, das Viollet-le-Duc in seiner Rekonstruktion der Kirche mit einem Kragen auf dem First verzierte, fungierten wie eine Kontur oder Silhouette vor dem Hintergrund des Himmels, ein wenig wie in einem Gemälde der Romantik, in dem man das 'Malerische' sucht. Das sagt er selbst in seinem Dictionnaire de l'architecture médiévale, im Abschnitt über Spitzen, in dem er erklärt, dass sich die Aufmerksamkeit der Architekten 'vor allem auf die Silhouetten dieser Massen richten muss, denn die geringste Unvollkommenheit, wenn man den Himmel als Hintergrund hat, schockiert das ungeübte Auge' (IV, S. 427). Diese Spitze war daher die Antwort auf eine grundlegend moderne Vorstellung. Denn nichts passt weniger zum gotischen Stil! In der Gotik wird der Himmel nie als bildlicher Hintergrund betrachtet, vor dem sich die Spitze erhebt, sondern als ein riesiges Gewölbe, das die Erde und ihre Bewohner umfasst. Der Himmel erhebt sich nicht vor unserem Blick, sondern umfasst ihn, so wie er die Spitze umschließt, die in seine Höhen ragt. Erinnert sei daran, dass die gotische Malerei die Idee des 'Hintergrundbildes' nicht kennt und nicht einmal das Wort in jener Zeit existierte, in deren Bereich sich Anachronismus und Missverständnisse heiter ausbreiten."

Verdankt der Mensch seine Individualität der Renaissance oder der Moderne? Hat sie ihn befreit oder unglücklich gemacht? Laetitia Bucaille stellt Federico Tarragonis Studie "Sociologies de l'individu" vor, die die Individualisierung historisch und soziologisch zugleich untersucht: "Heute befindet sich der autonome und reflexive Mensch in einer ambivalenten Situation. Einigen Soziologen zufolge erlaubt ihm die Distanz zu den Institutionen, sich als Subjekt zu schaffen und das eigene Leben beruflich, emotional oder spirituell zu gestalten. Anderen zufolge führt diese Autonomie zu Einsamkeit und der Angst, 'dem eigenen Ideal nicht gerecht zu werden'. In Tarragonis Augen sollte die Reflexivität nicht überbewertet werden: Auch wenn sich der Einzelne auf diese neuen 'reflexiven Ressourcen' stützt, hat ihn seine Sozialisation bereits viel tiefer geprägt. Das Individuum handelt und entscheidet in seiner gesamten Existenz auf der Grundlage sozialer Beziehungen, die ihn zugleich einengen und schützen. Gerade in seinen sozialen Verbindungen nimmt sich der Mensch als singuläres Wesen wahr und durch sie erlangt er soziale Anerkennung."

Magazinrundschau vom 17.06.2019 - La vie des idees

Im zweiten Teil eines großen Dossiers zum Thema Rassismus lässt La Vie des idées verschiedene Wissenschaftler diskutieren, ob man in Frankreich von institutionellem Rassismus sprechen kann. Die meisten bejahen das, doch die Juristin Gwénaële Calvès besteht auf begrifflicher Klarheit. Systemisch ist ihr zufolge Diskriminierung, wenn sie absichtlich auf den Ausschluss einer Gruppe zielt. Institutionell ist sie, wenn der Ausschluss Folge einer Indifferenz sei. Bei dem Begriff Rassismus ist sie vorsichtig. Vorurteile und Feindseligkeit können am Anfang einer Diskriminierung stehen, aber: "Der normale Betrieb einer Schule, eines Krankenhauses, eines Unternehmens kann nicht im gleichen Sinne 'rassistisch' sein wie die Schriften Alain Sorals oder wie die Weigerung eines Vermieters, Menschen mit schwarzer Hautfarbe zu akzeptieren. Im ersten Fall wollen wir objektive Auswirkungen ermitteln, unabhängig von den Absichten und subjektiven Vorstellungen der sozialen Akteure. Im zweiten Fall dagegen bildet die subjektive Haltung den Kern des Problems. Ein und dasselbe Wort für diese beiden so unterschiedlichen Perspektiven zu verwenden, bringt meiner Ansicht nach zu viel durcheinander. Die subjektiven Konnotationen des Adjektivs 'rassistisch' erscheinen mir zu stark, als dass sie der Falle des Anthropomorphen entgehen könnten: Der Staat wäre dann wie jede andere moralische Person rassistisch oder phobisch - das ergibt offensichtlich keinen Sinn. Ich halte es übrigens auch für unmöglich, den moralischen Vorwurf zu neutralisieren, der für die meisten mit dem Begriff Rassismus verbunden ist. Ihn für analytische Ziele zu verwenden birgt die Gefahr, ihm eine anklägerische Wendung zu verleihen, was im Widerspruch steht zu der eigentlichen Rolle, die das Konzept des institutionellen Rassismus spielen soll. Besser halten wir uns an den Ausdruck 'institutionelle Diskriminierung', das ist neutraler."
Stichwörter: Rassismus, Diskriminierung

Magazinrundschau vom 11.06.2019 - La vie des idees

Juliette Galonnier und Jules Naudet präsentieren ein Riesen-Dossier zum grassierenden Begriff der "Rasse", der mehr und mehr auch in den Sozialwissenschaften zur Beschreibung sozialer Zustände dient - auch in Frankreich, das in seiner laizistischen Tradition noch nicht mal Statistikern der Bevölkerung nach Hautfarbe oder Herkunft zulässt. Sie befragen in einer ganzen Gesprächsreihe Politologinnen und Soziologen. Das erste Gespräch handelt von "Race et intersectionnalité" und liefert den heute üblichen akademischen Sprech zum Thema. Vor allem sind die Forscherinnen damit beschäftigt, so scheint es, den Gebrauch des Begriffs auch vor sich selbst zu rechtfertigen. Das Publikum scheint dagegen keinen Bedarf zu haben: Bei Umfragen in Frankreich zeigt sich, dass der Anteil derer, die finden, "dass es Rassen gibt, die anderen überlegen sind", in Frankreich von 15 auf 8 Prozent der Bevölkerung gesunken ist, sagt die Politologin Nonna Mayer. Dennoch hat der Begriff gerade in der akademischen Linken Hochkonjunktur, und zwar völlig zurecht, findet Mayer: "Die Sozialwissenschaften können auf diesen Begriff nicht verzichten. Es handelt sich nicht darum, a priori 'Rassen' zu definieren, sondern die Art und Weise zu erkunden, in der Gesellschaften den 'Anderen' (die Juden, die Schwarzen, die Rom) sehen und ihnen homogene und permanente Züge andichten, die sie essenzialisieren. Das Phänomen ist gerade deshalb so verfänglich, weil Rassismus nach seinen mörderischen Extremen seit dem Zweiten Weltkrieg zu einem Tabuthema wurde und indirekte Ausdrucksformen entwickelt hat, die in der Demokratie akzeptabler erscheinen." Mit anderen Worten: Auch wenn die Gesellschaft toleranter wird, sollten es ihr die Soziologen auf keinen Fall glauben.
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Magazinrundschau vom 04.06.2019 - La vie des idees

Die Krise der Demokratie in Brasilien war die Koinzidenz einer Krise der traditionellen Parteien, besonders auch der Linken, und der Entstehung neuer Kommunikationstechniken - der sozialen Medien -, die es Jair Bolsonaro gestatteten, die Bevölkerung direkt, ohne die verhassten Mittler wie Medien anzusprechen, schreibt die brasilianische Politologin Tatiana Roque in einem längeren Essay. Sie sympathisiert zwar deutlich mit der brasilianischen Linken, kritisiert sie aber auch, weil sie die Impulse nicht verstanden hätten, die aus der demonstrierenden Bevölkerung vor der fatalen Weltmeisterschaft von 2014 kamen: "Die Revolte zielte auf alle traditionellen politischen Organisationen und galt nicht der Arbeiterpartei oder der Regierung Dilma Rousseffs allein. Aber da man nichts weiter als eine diffuse Wut gegen das System sah, haben viele Analytiker der Linken beschlossen, der Bewegung dieser sozialen Akteure zu misstrauen, und ebenso wenig trauten sie ihrer horizontalen Art sich zu organisieren, die einer gewissen institutierten Politik so fremd war. Die Linke hat es also nicht geschafft, diese Revolte für sich anzunehmen."

Magazinrundschau vom 28.05.2019 - La vie des idees

Sibeth Ndiaye ist eine der beeindruckendsten Figuren aus dem direkten Umkreis von Emmanuel Macron. Sie war seine Wahlkampfleiterin, nun ist sie seine Regierungssprecherin. Es war eine Freude, wie sie in der Wahlsendung von France 2 am Sonntag den Vertreter des Front national permament aus dem Konzept brachte, indem sie den Front national als "Front national" und nicht neumodisch als "Rassemblement national" bezeichnete (hier ein Ausschnitt aus der Sendung). Ndiaye trägt neuerdings einen Afro, der ihr in den sozialen Medien übelste rassistische Beschimpfungen eingetragen hat. Ary Gordien erzählt in einem Artikel, der von akademisch-antirassistischem Sprech nicht ganz frei ist, was es mit der Afro-Frisur auf sich hat, die unter Weißen, aber auch vielen Schwarzen immer noch als allzu wild gelte. Durch die "Nappy"-Bewegung - eine Zusammensetzung aus "natural" und "happy" - sei der Afro nach seiner großen Zeit um 1970 wieder in Mode gebracht worden: "Dank der 'Nappy'-Bewegung muss man vielleicht nicht mehr schwarz sein oder viel mit Schwarzen zu tun haben um zu begreifen, was es schwarze Frauen kostet, lange und glatte Haare zu haben. Ohne die Ungleichheiten sozialer Stellung oder der Hautfarbe aufzuheben, kann die Bewegung zu einer Anerkennung und Normalisierung einer physischen Differenz beitragen, die eigentlich keine Bedeutung hat, aber immer noch schockiert."

Magazinrundschau vom 16.04.2019 - La vie des idees

Ophélie Siméon führt ein sehr interessantes Gespräch mit dem britischen Wirtschaftshistoriker David Todd über wirtschaftlichen Liberalismus, Freihandel versus Protektionismus und die komplizierten Interaktionen dieser Ideen mit der Idee der Nation. Todd benennt dabei einen wichtigen Aspekt in der Entstehung Großbritanniens: "Nach Oliver Cromwell, der von 1649 bis 58 an der Macht war, praktizierte England einen Merkantilismus bis zum Anschlag. Es gibt keine Universal-Definition des Merkantilismus, aber in diesem Kontext ging es darum, Importe zu reduzieren und Exporte zu maximieren. Es gab vielfältige Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen: sehr hohe Einfuhrzölle, Schifffahrtsbestimmungen, die den englischen Handel auf englische Schiffe beschränkten, Prämien für die Ausfuhr von Manufakturprodukten und so weiter. Der Wunsch, an diesem System und dem der englischen Kolonien teilzuhaben, war für Schottland eines der Hauptmotive für den Act of Union, der im Jahr 1707 die Geburt Großbritanniens markierte."

Magazinrundschau vom 09.04.2019 - La vie des idees

Am 21. und 22. Februar fand an der höchst renommierten Ecole des hautes études en sciences sociales (EHESS) in Paris ein von Jan Gross eröffnetes Kolloquium statt, in dem polnische Historiker jüngste und zum Teil offenbar recht faszinierende Studien zum Geschehen des Holocaust in ihrem Land vorstellten - auch die schmerzhaften Fragen polnischer Kollaboration und Bereicherung wurden thematisiert. Das Kolloquium wurde von einer Gruppe polnischer "Patrioten" um den Pater Stanislaw Jeż massiv gestört. Judith Lyon-Caen erzählt, wie hier zwei extrem unterschiedliche Ideen von Öffentlichkeit aufeinander prallten: "Das Vorgehen des Historikers ist für den 'Patrioten', der den 'Ruf' seines Vaterlandes verteidigt, nicht nachzuvollziehen und zu akzeptieren. Das Kolloquium wird dadurch zwar nicht zum Austragungsort von 'Standpunkten' - denn die Historiker lehnen diese Logik ab und wollen die Interventionen der Gruppe begrenzen - sondern von Publikationspraktiken, die eine Logik des 'Standpunktes' aufzwingen. Den Forschern gegenüber führen sich die Patrioten nämlich nicht nur mit Gesten und Schreien auf - sie sind mit Kameras und Aufnahmegeräten ausgerüstet, um deformierte, gehässig kommentierte Ausschnitte des Kolloquiums im Internet zu posten und so der Welt zu beweisen, dass in Paris, so der Titel des Magazins Gazeta Polska, 'ein antipolnischer Sabbat' abgehalten wurde, der von französischen Staatsgeld finanziert war."
Stichwörter: Polen, Holocaust, Gross, Jan T.

Magazinrundschau vom 26.03.2019 - La vie des idees

Ist die amerikanische Verfassung "garrosianisch"? So lautet der Begriff für jene heute dominierende Schule amerikanischer Verfasssungshistoriker, die in der Verfassung in Anlehnung an den Namen eines späteren Abolitionisten ein Dokument sehen, das die Sklaverei befürwortet. So spricht der erste Artikel von "freien Personen " und "anderen Personen". Diese Umschreibungen werden in der Regel als implizite Anerkennung der Sklaverei gedeutet, schreibt Michaël Roy. Das Wort "Sklave" fällt in der Verfassung zwar kein einziges Mal, die Sklaverei aber wurde indirekt anerkannt, um die Südstaaten zu gewinnen. Der Forscher Sean Wilentz dreht diese Lesart in seinem Buch "No Property in Man" allerdings genau um: "Wilentz sieht in den Umschreibungen der Verfassung nicht den Ausdruck eines Unbehagens oder die Spur eines Verzichts der abolitionistischen Delegierten bei der Verfassungsversammlung in Philadelphia, sondern im Gegenteil den Beweis ihrer politischen Intelligenz und Entschlossenheit: das herabsetzende Wort 'Sklaverei' nicht im Text vorkommen zu lassen, kommt der Aberkennung der Legitimität dieser Institution auf nationaler Ebene gleich. Von 'Personen' statt von 'Sklaven' zu sprechen heißt, die geknechtete Bevölkerung zu humanisieren und das Prinzip der 'property in man'  zu verweigern. Wilentz stellt die bisherige Sichtweise auf den Kopf und setzt eine abolitionistische Präsenz ins Licht, die bisher in der Geschichte der jungen Republik vernachlässigt wurde." Die New York Times hat das Buch schon im Herbst besprochen.

Außerdem in La Vie des Idées: Giulia Fabbianos leider etwas impressionistischer Essay über die Ereignisse in Algerien.

Magazinrundschau vom 19.03.2019 - La vie des idees

Sehr interessant lesen sich Tristan Guerras Ausführungen über das Buch "Populism : A Very Short Introduction" von Cas Mudde undt Cristóbal Rovira Kaltwasser, das gerade in französischer Übersetzung erscheint und das auch auf Deutsch vorliegt ohne dass es die größeren, vom Perlentaucher ausgewerteten Zeitungen zur Kenntnis genommen hätten. Das Buch scheint eine griffige und fruchtbare Definition des Populismus-Begriffs vorzulegen, der sich stets aus drei Elementen speise: Da sei erstens die Vorstellung von einem homogenen Volk, dem zweitens ebenso homogene, aber anmaßende Eliten gegenüber stünden. Als drittes kommt der Wille des Volks, die "volonté générale", hinzu, die nach dieser Vorstellung möglichst direkt gegen die Eliten durchzusetzen ist. "Die Entgegensetzung von Volk und Elite geschieht im Populismus auf äußerst manichäische Weise: Gut gegen Böse. Während dieser Gegensatz im Sozialismus auf dem Klassenbegriff und im Nationalismus auf dem der Nation beruht, ist er im Populismus im wesentlichen moralisch. Für die Populisten liegt das Wesen des Volks in seiner Reinheit und Echtheit, während die Eliten unrein sind." Interessant ist, dass die Autoren den Populismus als "dünne Ideologie" definieren: Er hat eigentlich keine Inhalte, muss entweder beim Sozialismus, dem Nationalismus oder auch dem Liberalismus andocken, um Inhalte zu formulieren. Darum könne es ebenso einen Links- wie einen Rechtspopulismus geben.

Magazinrundschau vom 19.02.2019 - La vie des idees

Bazin mit Katze. Abbildung aus der Bazin-Ausgabe der Editions Macula 
In Frankreich erscheint eine Ausgabe mit den gesammelten Schriften des großen Filmkritikers und Ermöglichers der Nouvelle Vague André Bazin. Diese Schriften lagen mit Ausnahme einer Textsammlung, die Bazin zu Lebzeiten zusammenstellte, nur in den Zeitschriften vor, in denen er sie ursprünglich publiziert hatte. Bazin ist eine jener einflussreichen Gestalten, die letztlich kaum einer gelesen hat. Ariel Suhamy sagt Bazin darum ein zweites Nachleben voraus, besonders weil es Bazin stets um die Flüchtigkeit des Mediums zu tun war - ein heute wieder höchst aktuelles Thema. Er habe Filmkritik als Soziologie gedacht, das Publikum, an das sich Kino wende, sei stets mitzudenken. Das Kino selbst war für ihn "ein ständig sich weiterbewegender Filmstreifen", der sich permanent entwickle und dessen Entwicklungen vom Kritiker zu erfassen seien, "nicht um sich daran anzupassen, sondern um sie zu prägen: Unbestechlich messe der Kritiker jedes einzelne Werk an dieser notwendigen Entwicklung der kinematografischen Sprache, bis hin zum möglichen Verschwinden dieser Kunst, die möglicherweise nur eine glückliche ästhetische Episode ist, eine 'optische Illusion der Geschichte, flüchtig wie ein von der Sonne gezeichneter Schatten in der großen Evolution der mechanischen Reproduktion'. Daher auch das Interesse Bazins am entstehenden Fernsehen, dem er, gefesselt durch seine Krankheit, eine große Zahl Kritiken widmete."

Zu dem Artikel gehört ein Video-Gespräch mit dem Herausgeber Hervé Joubert-Laurencin. Hinzuweisen ist auch auf ein Bazin-Heft der Zeitschrift Critique.