
Eine langsame Entwicklung im Umgang mit den
Islamisten schlägt Fareed Zakaria vor. Die Islamisten gewinnen bei der lokalen Bevölkerung an Boden - in Pakistan, Afghanistan, Nigeria, Indonesien, Somalia, Bosnien etc. Und warum? Weil die Alternativen säkularere, aber durch und durch korrupte, Chaos und Ungerechtigkeit produzierende Regime sind. Vielleicht macht es Sinn - die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen - zwischen "
gewalttätigen und
nur extremen"
Islamisten zu unterscheiden. Erstere propagieren den globalen Jihad, letztere beschränken sich darauf, die eigene Bevölkerung zu knechten. Zakaria
zitiert den CIA-Analysten Reuel Marc Gerecht: "Wir müssen begreifen, dass das eigentliche Ziel die
Niederlage des bin Ladenismus ist, von da aus muss die Entwicklung anfangen. Moderate Muslime sind nicht die Antwort. Schiitische Kleriker und sunnitische Fundamentalisten sind unsere Rettung vor einem
zweiten 11.
September." (Es ist wirklich ein Kreuz, dass die Osteuropäer gerade so in ihre - zugegeben schrecklichen - innenpolitischen Themen verstrickt sind, denn zu dieser Debatte könnten sie
so viel beitragen!)
Außerdem: Josef Joffe
über den
Antisemitismus in den arabischen Ländern: Wie geht man mit zivilen Gesellschaften um, die in
keiner Weise zivilisiert sind?