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Amazon

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Die Buchkultur und der leere Stuhl

Virtualienmarkt 21.08.2014 […] einzig auf Amazon-Rankings aufbauen, deren mathematische Grundlage jedoch als ein strenges Betriebsgeheimnis gehütet wird. Interessanterweise lehnt sich dem gegenüber der Anti-Amazon-Brief deutscher Autoren sehr viel weiter aus dem Fenster mit der Behauptung: "Amazon manipuliert Empfehlungslisten." Ein klarer Beleg dafür fehlt jedoch in dem Schreiben. Ich beobachte diese Empfehlungen auf Amazons Webplattform […] Verbandelungen. Amazon hat von Anfang an, mal mehr, mal weniger, deutlich gemacht, an diesen Wirrungen wenig Interesse zu haben. Herr Bezos ist ein gelernter Investmentbanker und, soweit bekannt, kein Geheimbündler. Allerdings, wenn es um die Außenkommunikation geht, dann ist Amazon so schweigsam und abgeschottet wie ein schottisches Schloss im Hochmoor. Im Folgeschritt, für den Amazon nun schon seit […] allein am "Consumer" orientierten Angebote und Strukturen. Zu Amazons Firmenkultur gehört, dass bei wichtigen Sitzungen jeweils ein Stuhl unbesetzt bleibt - stellvertretend für diesen so zumindest gedanklich anwesenden Konsumenten. Diese Strategie der Neuerfindung und des Ersetzens inkludiert selbst die Autoren. Schon vor Jahren investierte Amazon durch Übernahmen und eigene Entwicklungen in Print-on-Demand […] Von Rüdiger Wischenbart

Börsenverein hackt Kindle?

Redaktionsblog - Im Ententeich 02.03.2009 […] jedenfalls dafür bekannt, dass darauf bislang nur solche E-Books angezeigt werden können, die der Kunde bei Amazon gekauft hat - ein Geschäftsmodell, das wegen seiner quasi-monopolistischen Struktur vielfach kritisiert worden ist (siehe auch). Sollte es den libreka-Machern etwa gelungen sein, das Amazon-Gerät zu hacken? Das wäre erstaunlich, setzt der Börsenverein sich sonst doch für ein "zivilisiertes Internet" […] Ist es noch vor der deutschen Markteinführung des Amazon Kindle gelungen, das von dem US-amerikanischen Online-Buchhändler entwickelte E-Book-Lesegerät zu hacken? Das könnte man bei der Lektüre einer in der FAZ veröffentlichten dpa-Meldung meinen. Auf der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels initiierten Online-Plattform libreka, so heißt es dort, sollen ab März 2009 100.000 Bücher zur Verfügung […] Sympathien für das französische Olivennes-Modell und verklagt gerade die Universität Würzburg, weil diese ihren Studierenden Lehrmaterial an Leseplätzen zugänglich gemacht hat. Oder strebt man mit Amazon, immerhin einem der größten Konkurrenten des einheimischen Buchhandels, über das Branchenportal Libreka zukünftig eine engere Kooperation an? "Natürlich werden wir weiter neue Geschäftsmodelle anbieten" […] Von Ilja Braun

Zeitungskrise und kein Ende

Redaktionsblog - Im Ententeich 27.02.2009 […] konnte. Will man das wirklich auch für den Journalismus oder Bücher? Dass Amazon mit seinem Kindle auf dem besten Weg ist, sich zu einem Monopolisten für elektronische Inhalte zu entwickeln, der Verlage und Leser gleichermaßen beherrscht, beschreibt Farhad Manjoo in Slate: Lesestoff für den Kindle kann man nur bei Amazon kaufen. Zwar ist es möglich, mit dem Kindle im Netz zu surfen oder persönliche […] Zeitungen und Bücher lesen zu können, muss man wirklich erst durch den Amazon Store. Man kann sehen, wohin das führt: Kindlebesitzer kaufen eine Menge, und je mehr sie kaufen, desto sicherer ist es, dass sie auch in Zukunft bei ihrem Kindle bleiben werden, selbst wenn es einen besseren und offeneren E-Buch-Anbieter gibt. Damit wird Amazon für Buchhändler zum bevorzugten Markt. Wie könnten sie widerstehen […] Händler zur Verfügung zu stellen, der so viele begierige und gefangene Käufer anzieht? ... Alles zusammengenommen weisen diese Trends in eine Richtung: Amazon wird den Markt für E-Bücher beherrschen. Und als Meister des E-Buch-Universums wird Amazon die Preise, das Marketing, überhaupt alles festlegen können, dass mit dem neuen Medium verbunden ist." Microsoft, Google, iTunes, der Kindle: Es ist doch […] Von Anja Seeliger