Stichwort

Antisemitismus

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9punkt 16.02.2021 […] die Historikerin Deborah Lipstadt im Guardian den Unterschied zwischen Rassisten und Antisemiten: "Antisemitismus ist ein Vorurteil, wie so viele andere auch. Genau wie Rassismus beruht es auf Stereotypen und geht davon aus, dass alle Mitglieder der Gruppe diese Eigenschaften teilen. Der Antisemitismus hat einzigartige Merkmale, die ihn von anderen Hassformen unterscheiden. Der Rassist tritt nach unten […] der Nicht-Jude. Juden nutzten ihre erstaunlichen Fähigkeiten, um sich selbst voranzubringen und anderen zu schaden. Der Jude ist nicht nur zu verabscheuen. Der Jude ist zu fürchten. Jeder Akt des Antisemitismus - vom Schubsen eines Juden auf der Straße bis hin zum Massenmord - hat in dieser Verschwörung seine Wurzeln." […]
9punkt 27.01.2021 […] Definition von Antisemitismus angeht: "Wenn sie nicht mehr mit- und widersprechen können, wem gehört dann der Holocaust, wer übernimmt die Verantwortung und Deutungshoheit? Die Politiker? Sicher nicht allein, denn die Verantwortung tragen wir alle. Als eine problematische Form der Politisierung erfahre ich zurzeit eine neue Antisemitismusdefinition, die sich vom klassischen Antisemitismus zunehmend auf […] auf den sogenannten modernen Antisemitismus verlagert, womit Kritik an der israelischen Regierung gemeint ist. Problematisch ist diese Verschiebung des Begriffs vor allem deshalb, weil denen, die ihn forcieren, das Schmieden rechter politischer Allianzen offensichtlich mehr bedeutet als der gerade jetzt so wichtige gemeinsame Kampf gegen Antisemitismus." […] fortschrittlich und linksliberal, galt als Grandseigneur des Fachbereichs, absolut integer, bei den Studierenden überaus beliebt. 1995 flog die Doppelidentität auf." Angesichts eines erstarkenden Antisemitismus zeigt sich Rüdiger Mahlo von der Jewish Claims Conference in Deutschland erfreut, dass die Bundesregierung 2020 die Ahndung von Holocaustleugnung verschärft hat. Aber es braucht mehr, vor allem […]
9punkt 15.01.2021 […] Vom Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge in Hamburg hält der jüdische Historiker Moshe Zimmermann im Tagesspiegel nichts. Viel mehr ärgert er sich aber über den Slogan: "Nein zu Antisemitismus, Ja zur Bornplatzsynagoge". Für Zimmermann heißt das: "Wer gegen den Neuaufbau der Synagoge auf dem ehemaligen Bornplatz ist, ist also Antisemit. Die Initiatoren des Bornplatzsynagogen-Projekts griffen somit zur […] zur ultimativen Waffe. (…) Die Initiative gewann die Unterstützung der Gemeinde und vor allem des orthodoxen Rabbiners. Wer auch immer den perfiden Slogan 'Nein zu Antisemitismus, Ja zur Bornplatz Synagoge' prägte, wusste um seinen Effekt - die Unterstützung für das Unternehmen und Millionen aus der Staatskasse waren somit garantiert." Auf Zeit Online kommentiert Micha Brumlik etwas unentschieden: […]
9punkt 11.01.2021 […] In der Welt lobt Maram Stern, Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses, die EU für ihre im Dezember verabschiedete Erklärung zur Bekämpfung des Antisemitismus: "Dieses Dokument könnte tatsächlich eine neue Qualität in der Bekämpfung des Antisemitismus auslösen. Denn erstmals wird hier eine übergreifende Mechanik in Gang gesetzt, der sich auch solche Mitgliedstaaten auf Dauer nicht mehr entziehen […] entziehen können, die bislang - vornehm ausgedrückt - den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen haben. Die Erklärung führt alle Handlungsstränge zusammen, die im Kampf gegen Antisemitismus relevant sind, insbesondere die Sicherheit der jüdischen Gemeinden und Einrichtungen, die Weiterbildung von Sicherheitsbehörden und Strafverfolgungsorganen oder die konsequente Verfolgung von Hass- und Gewaltverbrechen - im […]
9punkt 22.12.2020 […] über den wachsenden Antisemitismus in Deutschland: "Der Antisemitismus kommt aus der Mitte der Gesellschaft. Viele Leute, auch gut gebildete, haben Angst vor dem Abstieg, und sie empfinden Neid auf andere - das ist die Quelle des Antisemitismus. Man greift plötzlich wieder auf diese alten Narrative zurück, um die Schuldigen einer bedrückenden Gegenwart zu finden. Und der Antisemitismus ist ja kein Problem […] sich die Fronten und der Stellungskrieg beginnt. Dann gibt es plötzlich keine gemeinsamen Probleme mehr, sondern nur noch Gegner und Feinde." Eine Kippa würde er im Alltag nicht gern tragen, denn Antisemitismus gibt es in Deutschland nach wie vor, bekennt der aus Usbekistan stammende Polizist Jewgenij Wassermann im Interview mit Zeit online. Bei der Polizei selbst habe er aber nur gute Erfahrungen gemacht […]