Stichwort

Berlin

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Efeu 26.09.2020 […] Zownir, ohne Titel, aus der "Berlin Noir" Serie, 1979Ganz "unsentimental" zeigt die Foto-Ausstellung "Berlin, 1945 - 2000" in den Berliner Reinbeckhallen die Stadt im Wandel und die Parallelen über Grenzen und Generationen hinweg, staunt die Schriftstellerin Annett Gröschner auf ZeitOnline: "Rudi Meisel reiste in den Achtzigerjahren im Auftrag verschiedener Magazine nach Berlin und fotografierte auf beiden […] der Künstler Vadim Fishkin die leidigen Reisebeschränkungen." Besprochen wird die Ausstellung "Jürgen Wittdorf: Lieblinge" im Berliner Kunstverein Ost (Welt) und die Installation "Dolorem Ipsum" der georgischen Künstlerin Anna K.E. in der Berliner Galerie Thumm (Berliner Zeitung). […] und aus der Welt gefallene Randexistenzen - zu dokumentieren. Die Häuser sind kaputt, die Straßen stehen still und jedes Haus scheint in einen feuchten Keller zu führen. Die junge Fotografin zeigt Berlin als eine erloschene Stadt, die das 'Gefühl einer archäologischen Stätte verströmte', an den Fassaden Informationen aus einer anderen, unbegreiflichen Epoche." Weiteres: Ein wenig analoge Kunst entdeckt […]
9punkt 19.09.2020 […] Der Berlin-Teil der taz widmet sich den Reichen der Stadt (natürlich mit dem Ziel der Umverteilung). Interessant ist Susanne Memarnias Gespräch mit dem Historiker Hanno Hochmuth, der die Honoratioren- und Handelsstadt Hamburg mit der einstigen Industriellenstadt Berlin vergleicht: "Ich würde mich sogar zu der These hinreißen lassen, dass in Hamburg Abstammung eine viel, viel größere Rolle spielte als […] als in Berlin. Berlin war schon immer, spätestens aber seit dem 19. Jahrhundert, eine Stadt der Newcomer. Über Generationen gewachsene familiäre Netzwerke waren hier nie so wichtig." […]
9punkt 28.08.2020 […] Auch das Land Berlin muss jetzt Lehrerinnen mit Kopftuch zulassen, berichtet Susanne Memarnia in der taz. Das Bundesarbeitsgericht entschied, dass sich Berlin dem dementsprechenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts unterwerfen muss. Das Berliner Neutralitätsgesetz ist hier hinfällig. In der Berliner rot-rot-grünen Koalition war es darüber zu Konflikten gekommen: "Die SPD wollte das Gesetz bisher […] bisher unverändert lassen. Ihr Hauptargument: Bei den sich häufenden Religionskonflikten an Berliner Schulen könnten kopftuchtragende Lehrerinnen nicht die gebotene überparteiliche Rolle einnehmen; insbesondere Mädchen, die von der Familie und/oder muslimischen MitschülerInnen zum 'Tuch' gedrängt würden, könnten von einer Kopftuch-Lehrerin kaum Hilfe erwarten. (...) Die Grünen, allen voran Justizsenator […] ich-religiöser Neutralität' verbirgt sich nichts anderes als die zur Normalität verklärte Mehrheitskultur." Und auch Alan Posener freut sich in der Welt über diese Zulassung religiöser Zeichen an Berliner Schulen: "Als seien mündige Bürger nicht in der Lage, zwischen den zwei Körpern des Staatsdieners zu unterscheiden, dem offiziellen und dem privaten. Als seien Richterin, Lehrer und Polizistin nicht […]
9punkt 19.08.2020 […] Unter dem Titel "Berlin übernimmt Verantwortung für seine koloniale Vergangenheit" legt der Senat einen Zwischenbericht zu Fragen der Dekolonisierung und Restitution vor, berichtet Susanne Memarnia in der taz. Beschlossen wurde schon mal, das Bündnis "Decolonize Berlin", einen Zusammenschluss von zehn postkolonialen und antirassistischen Initiativen, darunter "Berlin Postkolonial", "AfricAvenir" und […] Deutschland" (ISD) mit Geldern auszustatten und an den Prozessen maßgeblich zu beteiligen. Weniger dezidiert ist etwa das Naturkundemuseum in Berlin bei der Frage, ob berühmte Dinosaurier-Überreste restituiert werden sollten: "Mnyaka Sururu Mboro von 'Berlin Postkolonial' argumentiert, es genüge nicht, auf offizielle Forderungen von Regierungen zu warten. Museen wie das MfN müssten von sich aus aktiv […] Zeichen setzende Rückgabeangebote, wie zum Beispiel von Dinosaurier-Überresten aus Tansania.'" In der SZ empfiehlt Gustav Seibt wärmstens einen Besuch der neuen Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin, die sich wunderbar in Daniel Libeskinds kühn gezackte Architektur einpasse: "Klugerweise haben die Kuratorinnen unter Cilly Kugelmann und die Gestalter der ARGE chezweitz GmbH sich für die Abwechslung […]
Efeu 14.05.2020 […] alles permanent mit den Zwanzigerjahren in Berlin verglichen." Das neue Neubauten-Album verweigert sich erst auf den zweiten Blick der Berlinophilie: "Es geht in 'Tempelhof' nicht um Tempelhof und in 'Wedding' nicht um Wedding. Gerade diese Nichtorte finde ich interessant, weil sie in der populären, auf die immer gleichen City-Bezirke beschränkten Berlin-Erzählung selten vorkommen." Ein neues Video […] Mozarts Sonate für Klavier und Violine e-Moll KV 304. Christine Lemke-Matwey und Rabea Weihser unterhalten sich für die Zeit mit der Bratschistin Tabea Zimmermann. Besprochen werden das neue Album der Berliner Rockband Shirley Holmes (Tagesspiegel) sowie neue Alben von Gordon Lightfoot, James Taylor und Nathaniel Rateliff (FR). […]
Efeu 05.05.2020 […] das Festival. In der Berliner Zeitung spricht der Filmemacher Volker Heise über seinen von Arte online gestellten Archiv-Dokumentarfilm "Berlin 1945 - Tagebuch einer Großstadt", der historische Aufnahmen und Tagebuch-Aufzeichnungen von Berlinern kombiniert: Doch "wenn man mit den Bildern nur in Berlin bleibt, kriegt man eine Dimension nicht zu fassen, nämlich die, dass Berlin das Zentrum des Schreckens […] Schreckens war, dass er sich dort aber nicht abgespielt hat. ... Schließlich bin ich auf die sehr direkte BBC-Hörfunkreportage von der Befreiung von Bergen-Belsen gestoßen, die konnte man auch in Berlin hören. Ich hielt es für notwendig, dazu auch die Bilder zu zeigen. Auch um der Larmoyanz, die in vielen Tagebuchaufzeichnungen enthalten ist, etwas entgegenzusetzen. Selbst hochreflektierte Leute waren […]
Efeu 12.02.2020 […] Ai Weiwei wütet in einem wirklich anstrengenden Interview mit Susanne Lenz in der Berliner Zeitung gegen Berlin, "die langweiligste, hässlichste Stadt, die es gibt", gegen die Berlinale, die schon wieder seinen Film nicht ins Programm genommen hat, gegen die faulen Studenten, das korrupte System und überhaupt die chinahörigen Deutschen. Ernst nehmen kann man das Rumgemotze nicht: "Ich könnte ein ganzes […] Diehl: ARS, 2019, Filmstill. Bild: Haus am WaldseeHellauf begeistert kommt SZ-Kritiker Peter Richter aus der Ausstellung Johanna Diehls, die er bisher als Fotografin kannte und die im Haus am Waldsee in Berlin die Geschichte ihrer Familie aufbereitet: "Als reine Abrechnung mit dem Bürgerlichen als Milieu wie als Haltung (Stichwort Affektkontrolle), bestünde auch hier die Gefahr von Selbstgerechtigkeit. Aber […]
Efeu 28.11.2019 […] Big in Berlin tonight: Henning Gronkowskis "Yung"Henning Gronkowski ist als junger Schauspieler auf Hamburgs, Münchens und Berlins Straßen durch die Klaus-Lemke-Filmschule gegangen, jetzt legt er mit "Yung" sein Debüt als Filmemacher vor: Vier junge Frauen ziehen hier feiernd und vögelnd durch Berlin, immer im Tanz auf der Borderline. Man könnte das ohne weiteres skandalisieren, schreibt Jan Kedves […] Stadt Berlin zum 'Riesen-K-Hole' erklärt - womit das Loch gemeint ist, in das Nutzer der Droge Ketamin fallen, wenn die Wirkung nachlässt, oft begleitet von Bewusstlosigkeit. ... Doch, man lacht auch über diese Figuren in diesem halb tragischen, halb unfassbar polytoxikomanen Berliner Schulmädchen-Report mit Lizenz zum Strullen." SZ-Kritikerin Annett Scheffel sah einen "eigenwilligen" Berlin-Film: […] berichtet Nina Belz in der NZZ. Markus Schleinzer spricht in der taz über seinen Film "Angelo", der die Geschichte eines versklavten Nigerianers in Europa erzählt. Fabian Tietke empfiehlt in der taz eine Berliner Filmreihe zur Frühgeschichte der französischen Filmfirma Gaumont. Die Schauspielerin Zahraa Ghandour spricht in der NZZ über ihre Rolle in Samirs Schweizer Film "Baghdad in My Shadow", den Christoph […]
9punkt 11.11.2019 […] d'horizon durch die Berliner Museenlandschaft (vor allem jene, die der Stiftung Preußischer Kulturbesitz gehört). Für Neubauten ist Geld da, für Personal und Ausstellungen nicht: "Als das MoMA 2004 in Berlin gastierte, kamen 1,2 Millionen Besucher - warum lässt man die Nationalgalerie-Sammlung während des Umbaus nicht auf Tour? Und wie kommt es, dass die Besucherzahlen der Berliner Museen in sieben Jahren […] gutes Haar an der Wiederaufbau-Architektur nach der Wende: "Eine besonders peinliche Herrschaftsgeste gegenüber Minderheiten in der DDR war bei allen verständlichen Argumenten für die Restitution des Berliner Schlosses die völlige Liquidation des Palastes der Republik. Das wurde als spurlose Liquidation von 40 Jahren DDR-Geschichte empfunden. ... Nennen wir es ruhig eine Verdrängung unserer Nachkriegs […]
9punkt 28.09.2019 […] Bevor in Berlin ein Mietendeckel eingeführt wird, müsste erstmal die Verwaltung der Stadt für so etwas qualifiziert werden. Ulf Heitmann, Vorstand einer gemeinwohlorientierten Wohnungsgenossenschaft in Berlin, äußert bei den Salonkolumnisten Zweifel: "Berlin ist nicht in der Lage, die Einhaltung und Umsetzung des im Juli 2016 (!) in Kraft getretenen Hundegesetzes zu kontrollieren. Die Bäume in Parks […] Gründen nicht in der Lage sind, ihren gesetzlichen Aufgaben nachzukommen. Der Zustand der Berliner Parks wird sich verschlechtern, da im nächsten Jahr die Haushaltsmittel auf circa 37 Millionen Euro reduziert werden sollen. Die Senatsverkehrsverwaltung hat keinen Überblick darüber, wie viele Radwege wo in Berlin gebaut werden. Die Bezirke haben nicht die Kapazität, dies dem Senat auch nur zu übermitteln […]