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Joseph Goebbels

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Vorgeblättert 28.02.2005 […] Sie wurden nach Riga, Kowno und Minsk transportiert.(379) Unmittelbar nach den ersten Deportationen aus Köln verfügte der Oberfinanzpräsident, dass nicht allein der Wohnraum, sondern auch "der Hausrat der ausgesiedelten Juden (...) in erster Linie den Fliegergeschädigten zugute kommen" sollte.(380) Der Oberfinanzpräsident von Westfalen, der im stark bombardierten Münster saß, verlangte von seinen Beamten ebenfalls, darauf zu achten, "dass die Sachen, insbesondere Textilien und Wohnungseinrichtungen in die richtigen Hände, wie der Bombengeschädigten, der Jungverheirateten, der Kriegshinterbliebenen usw. kommen" würden.(381) Auf ausdrücklichen Wunsch des im Nebenamt als Berliner Gauleiter tätigen Joseph Goebbels horteten die kommunalen Ämter der Reichshauptstadt das Inventar der Deportierten "zur Ausstattung bombengeschädigter Volksgenossen und als Reserve für etwa später eintretende Schäden".(382) Nachdem der Reichsfinanzminister Anfang November 1941 noch den sofortigen, bestmöglichen Verkauf der "Judenvermögen" angeordnet, die Luftkriegsprobleme nur gestreift und im Übrigen auf schnelle Zusatzeinnahmen spekuliert hatte, änderte sich das im Sommer 1942. […]