Stichwort

Imperialismus

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Vorgeblättert

Vorgeblättert 15.02.2007 […] in erster Linie als einen Ausläufer globaler Machtpolitik betrachtet und weniger als Prozess, der durch eine innere, eigenständige Dynamik vorangetrieben wird. Die Vorstellungen von Imperium und Imperialismus werden als weitgehend identisch mit den europäischen Mächten angesehen (zu denen sich dann im 20. Jahrhundert noch die USA gesellen), während der Nahe und Mittlere Osten in dieser Perspektive als […] Andere betrachten es als Folge des jähen Aufkommens westlicher Imperialmacht und Expansion während des langen 19. Jahrhunderts (1789-1923). Alle aber sind sich darin einig, dass der westliche Imperialismus die Hauptverantwortung für die endemische Malaise trägt, die den Nahen und Mittleren Osten bis heute plagt; das macht schon der Titel eines vor einiger Zeit erschienenen Buches von einem langjährigen […] hinter diesen frühen islamischen Eroberungen steht. Besatzer aus der Heimat zu vertreiben ist ein Akt der Selbstbefreiung. Fremde Länder zu erobern und deren Bevölkerung zu unterjochen ist purer Imperialismus. Weder die nordafrikanischen Berber, die ihre islamischen Eroberer bekämpften, noch die Dritte-Welt-Bewegungen des 20. Jahrhunderts, die sich dem europäischen Kolonialismus widersetzten, wollten […]

Wieviel Zentimeter Gesicht?

Post aus Kairo 14.11.2006 […] die wenigsten. "Ähnlich wie bei der Hamas ist sehr die Frage, ob man den Muslim-Brüdern ein Scheitern ihrer Sozialpolitik wirklich selbst zur Last legen, oder ob man es nicht viel mehr mit dem 'Imperialismus' und der Unterdrückung des Islam erklären würde," meint der Diplomat. Bei den letzten Parlamentswahlen im Mai, wo bezahlte Schläger und Zivilpolizisten viele am Betreten der Wahllokale hinderten […] Hort des Pragmatismus wie es nur wenige in Kairo gibt, unterstützt sie nach Kräften. Einige der Studentinnen sind in Hamburg gewesen und haben dort sich und ihre Entwürfe präsentiert. Wenn das Imperialismus ist, kann die Region gar nicht genug davon bekommen. * Mariam Lau ist Parlamentskorrespondentin der Tageszeitung Die Welt. […] Von Mariam Lau

Die rive gauche liegt jetzt an der Themse

Essay 15.05.2006 […] Debatte sehr wichtig nimmt - nur nicht in Großbritannien. Laut Poirier glauben die Briten, "sich entschuldigen zu müssen wenn sie etwas Intelligentes sagen", sie sind Sklaven des "ungezügelten Imperialismus der englischen Sprache" und leben im inselartigen Glauben an ihre eigene Größe. Frau Poiriers Flussuferwanderungen haben ergeben, dass die Fenster der Rive Gauche offen für die Welt sind, während […] uns verstehen, was ein Mischmasch-, Potpourri- und Tutti Frutti-Englisch ist - und was es bedeutet. Und vieles, was im Englischen "de rigeur" ist, kommt aus Poiriers Terrain. Der ungezügelte Imperialismus, von dem sie spricht, war so schlecht nicht. Englisch ist immerhin die Sprache, in der sie nun arbeitet. Der Begriff des "öffentlichen Intellektuellen", sagt Timothy Garton Ash in seinem Artikel […] Von Naomi Buck

Kommentare machen schön

Vom Nachttisch geräumt 20.03.2006 […] Andersche Privatmarotte, sondern im Gegenteil die populärste Utopie nach 1945 war, zu tun hat mit dem spezifischen Frieden, der damals geschlossen wurde. Nationalsozialismus, Faschismus und japanischer Imperialismus waren geschlagen worden von den vereinigten Kräften der USA und der UdSSR. Sozialismus und Kapitalismus einig gegen die Barbarei. Diese Einheit in jedem einzelnen Staate herzustellen, war der Traum […] Von Arno Widmann

Fassbinder war kein Sozialdemokrat

Vom Nachttisch geräumt 06.02.2006 […] Stärkung des Regimes der Mullahs. Die schiitische Geistlichkeit hätte keine Chance gehabt, dem Iran ihre Politik aufzuzwingen, hätte die Linke sie nicht als Bundesgenossen im "Kampf gegen den US-Imperialismus" angesehen. Nafisi erinnert daran, dass es dabei nicht um parlamentarische Bündnisse, um Mehrheiten für dieses oder jenes Gesetz ging, sondern um Unterstützung bei der Ausübung terroristischer Gewalt […] Von Arno Widmann

Vorgeblättert

Vorgeblättert 19.09.2002 […] äsidenten, und dreizehn weitere Angeklagte, elf davon jüdischer Herkunft, war offen antisemitisch: Die Angeklagten bekannten sich als Agenten einer weltweiten antisowjetischen Verschwörung von Imperialismus und »internationalem Zionismus«; (1) es ergingen elf Todesurteile, die sofort vollstreckt wurden. Im Januar 1953 wurde in Moskau ein angebliches Komplott von mehrheitlich jüdischen Kreml-Ärzten […] gegen die Slansky-Bande waren die Enthüllungen über die verbrecherische Tätigkeit der zionistischen Organisationen. [?] Die zionistische Bewegung [?] wird beherrscht, gelenkt und befehligt vom USA-Imperialismus, dient ausschließlich seinen Interessen und den Interessen der jüdischen Kapitalisten.« (3) Paul Merker und andere hochrangige Parteifunktionäre wurden vom Zentralkomitee der SED angeklagt, […] seines Zionismus.« Ein Schauprozeß in der DDR stand unmittelbar bevor. Die jüdischen Gemeindevorsteher wurden verhört, Listen aller Gemeindemitglieder angefordert. Als Agenturen des Zionismus und Imperialismus denunziert, wurde den Gemeinden die finanzielle Unterstützung entzogen, Schulunterricht und kulturelle Veranstaltungen wurden verboten, Büros durchsucht. Die SED verfügte die Überprüfung der Kaderakten […]