Stichwort

Israel

Rubrik: 9punkt - 148 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 10
9punkt 01.08.2020 […] nnen verhindern wollen, dass koschere Waren aus Israel hier verkauft oder israelische Akademikerinnen eingeladen werden; wenn schwarze und muslimische Rapper die Juden als den Weltfeind ausmachen; wenn jeder Jude in Deutschland befürchten muss, haftbar gemacht zu werden für das, was irgendein Knallkopf für die Verbrechen 'der Juden' - sprich Israels - hält, dann ist das nicht 'real'. Real ist einzig […] Museum wurde so genutzt. Weil Attacken gegen Juden ein absolutes Tabu sind, wurden Umwege gefunden, um den Antisemitismus auf kleiner Flamme köcheln zu lassen: die unfundierte, unbegründete Kritik an Israel." Rebecca Blady ist Nebenklägerin in dem Prozess gegen den Attentäter von Halle. Im Gespräch mit Thyra Veyder-Malberg von der Jüdischen Allgemeinen schildert sie ihre Eindrücke vom Prozess und spricht […]
9punkt 11.07.2020 […] Ob Israel nun das Westjordanland annektiert oder nicht, es ist in jedem Fall ein Unrechtsstaat, schreiben in der taz die PalästinenserInnen Inès Abdel Razek, Salem Barahmeh und Fadi Quran und fordern von der EU mehr Aktion: "Es sollte keinen Unterschied machen, was am 1. Juli passieren sollte. Es besteht unmittelbarer Handlungsbedarf. Wir müssen die Fassade hinter uns lassen, die uns die vergangenen […] menschlichen Ansprüche zu verfolgen. Europa muss seinen politischen Diskurs der Realität vor Ort anpassen, das System der Dominanz als solches erkennen und politischen und wirtschaftlichen Druck auf Israel ausüben, um es abzuschaffen. Unsere Zukunftsvision ruht auf den Säulen der Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Würde. Wir wollen das heute bestehende Apartheidsystem in einen neuen Ges […]
9punkt 10.07.2020 […] Bereits am Mittwoch sprach der israelische Philosoph Omri Boehm im Standard-Interview über sein neues Buch "Israel - Eine Utopie", in dem er sich ein föderales, binationales Israel ausmalt. Außerdem fordert er, dass nicht nur der Holocaust von der offiziellen Geschichtspolitik , sondern auch die Nakba erinnert werde. Der israelischen Politik wirft er "Apartheid" vor: "Menachem Begin hat 1977 in der […] der Knesset gesagt, wir müssen allen Palästinensern Bürgerrechte geben, sonst sind wir wie Rhodesien, das heutige Simbabwe, in der Kolonialzeit. Begin war ja kein Linker, er war nicht gegen Israel, er dachte einfach das zu Ende, was da war, ein Territorium und zwei Völker. Begin sprach das Offensichtliche an: Ein rassistischer Staat mit zwei Rechtssystemen - das ist Apartheid. Heute wird in Deutschland […] die Umstände in der Westbank eindeutig. Juden im Westjordanland sind normale Staatsbürger. Palästinenser hingegen unterliegen militärischem Recht. Wenn ich hier von Apartheid spreche, dann möchte ich Israel damit verteidigen. Wir werden nur dann eine Alternative zu der aktuellen Situation finden, wenn wir sie zuvor angemessen beschreiben." […]
9punkt 04.07.2020 […] hier ein Bild im Weser Kurier. Der Historiker Wolfgang Reinhard hat in einem großen FAZ-Gespräch neulich (unser Resümee) nahezu alle heutigen Israelklischees in geradezu triumphalem Ton proklamiert - Israel sei ein kolonialistisches Projekt und ein Apartheidregime. Vehement widerspricht heute der Judaist Karl E. Grözinger: "So wie Tötung nicht gleich Mord ist, ist 'Siedlung' nicht gleich Kolonialismus […] anders kann man sie nicht verstehen und missdeutet sie. Und das muss man allen vorwerfen, die nun wieder einmal in einer 'Gelehrtendebatte' und ideologischen Straßenkämpfen die Juden, hier als Staat Israel, als Urgrund allen Übels betrachten." […]
9punkt 03.06.2020 […] noch." Was passiert, wenn Benjamin Netanjahu es ernst meint und tatsächlich Gebiete im Westjordanland annektiert? Richard C. Schneider, einst ARD-Korrespondent in Israel, zählt bei libmod.de auf gesellschaftliche Widerstände in Israel und der Diaspora: "Für Juden ist die Wahrung von Liberalismus und Demokratie etwas fundamental Wichtiges. Ohne sie könnten sie nicht in Frieden und Sicherheit leben […] jüdische Gemeinschaft zu 70 Prozent demokratisch wählt, dass man sich für andere Minderheiten einsetzt und gegen Donald Trump kämpft, der - laut Netanjahu - doch der beste Präsident sei, den es je für Israel gegeben habe. Doch das interessiert die amerikanischen Juden in der Mehrheit nicht. Sie können sich schon lange nicht mehr mit den antidemokratischen, nationalistischen und tribalen Entwicklungen im […]
9punkt 13.05.2020 […] Charlotte Wiedemann, taz-Reporterin und Autorin des Buchs "Der lange Abschied von der weißen Dominanz" verteidigt Achille Mbembes Sicht auf Israel und möchte ähnlich wie neulich Stefanie Carp (unser Resümee) den Blick auf Israel aus postkolonialer Perspektive neu definieren: "Es gibt gute Gründe, die Schoah wegen des Ausmaßes und des Charakters der Vernichtung als einzigartig zu betrachten. Aber die […] die nicht unsere Tätergeschichte teilen, einen anderen Blick auf Israel haben? Für die Nachfahren von Kolonisierten, die seit Jahren ein deutsches Mahnmal für koloniales Unrecht fordern, ist es ein weißes Privileg, ausschließlich des Holocausts zu gedenken." Es ist gerade Mbembes Ideal der Versöhnung, die Mbembes Verhältnis zu Israel so heikel macht, schreibt in geschichtedergegenwart.ch Caspar Battegay […]
9punkt 30.03.2020 […] seinen Ursprünge in Ost-Berlin, schreibt Marko Martin nach Lektüre von Jeffrey Herfs Buch "Unerklärte Kriege gegen Israel" bei libmod.de: "Anders als RAF, Tupamaros und Revolutionäre Zellen, die - ähnlich wie die Studentenvereinigung des SDS - erst in Folge des Sechstagekrieges von 1967 Israel als 'faschistischen Aggressor' bezeichneten, hatte die DDR als treuer Vasall Stalins bereits seit ihrer Gründung […] ostdeutsche Staat, der heute noch vielen als 'zumindest klar antinazistisch' gilt, bis 1989 Waffen und militärische Ausrüstung an die PLO und jene arabischen Staaten lieferte, die sich im Kriegszustand mit Israel befanden." […]