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Anselm Kiefer

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In sich selbst abbilden

Vom Nachttisch geräumt 02.07.2018 […] Bei Schirmer/Mosel ist ein neuer Band über Anselm Kiefer erschienen. Autor ist Heiner Bastian. Gleich zu Beginn wird erinnert an Anselm Kiefers frühe Hitler-Gruß-Aktion. Bastian schreibt: "1969 wendet sich Anselm Kiefer gegen die praktizierte konsensuelle Kunst der Gegenwart, die Flucht in die Abstraktion. Er ist 24 Jahre alt, als er sich im Sommer auf eine denkwürdige Fahrt durch europäische Länder […] deutsche Geschichte. Der Künstler nennt den Aufbruch am Rhein, die Aufenthalte in Bellinzona, in Sète und Arles, in den Ruinen des Kolosseums und am Rande des Vesuvkraters symbolisch 'Besetzungen'. Anselm Kiefer lässt sich in pseudomilitärischen Kleidern und nationalsozialistischem Hitlergruß fotografieren." Eine etwas schnell erzählte Geschichte. Warum führt Kiefer die Flucht aus der Flucht in die A […] raus musste aus der Abstraktion? Es ging Kiefer ja nicht darum, sich mit dem NS auseinanderzusetzen. Es ging ihm darum, sich in ihn zu versetzen, ihn sich einzuverleiben, ihn zu verkörpern. Anselm Kiefer, Für Velimir Chlebnikow: Seeschlachten, 2016. Foto: © Charles Duprat, Paris / courtesy Schirmer Mosel Kunst, so haben wir bei den Klassikern gelernt, ist Nachahmung. Adorno sprach vom "mimetischen […] Von Arno Widmann

Heimarbeiter und Malerfürsten

Vom Nachttisch geräumt 23.10.2017 […] hier statt. Wie bescheiden Beuys lebte, auch als er es nicht mehr musste, macht ein Blick in einen anderen Schirmer/Mosel-Band deutlich: Anselm Kiefer Ateliers. Die Dokumentation beginnt mit zwei Fotos, die die Vermutung nahelegen, das Atelier des jungen Anselm Kiefer in Karlsruhe im Jahre 1969 sei nichts gewesen als ein Esstisch. Aber schon die nächsten Aufnahmen zeigen ihn 1971 - 1982 als Besitzer eines […] Buch über die Ateliers im Odenwald? Dann noch einmal ein Sprung. Kiefer arbeitet in einer ehemaligen Seidenspinnerei und in Lagerhallen. "Ein Zimmer für sich allein" klagte Virginia Woolf ein. Anselm Kiefers Hallen sind nicht "Hallen für sich allein". Kiefer braucht sie, weil er gerade nicht "für sich allein" arbeitet. Man sieht das nicht. Denn Danièle Cohns großartiger Band zeigt die Ateliers nicht […] Euro. Margarita Cappock: Francis Bacon - Spuren im Atelier des Künstlers, Knesebeck Verlag, München 2005, 239 Seiten, zahlreiche Abbildungen, gebundene Ausgabe, 79,80 Euro. (ZVAB) Danièle Cohn: Anselm Kiefer - Ateliers, Schirmer/Mosel, München 2013, aus dem Französischen von Saskia Bontjes van Beek. 296 Seiten, 300 teils farbige Abbildungen. Format: 24,8 x 31 cm, Hardcover mit Schutzumschlag, 78 Euro […] Von Arno Widmann

Schutzschild aus Blei

Link des Tages 04.06.2008 […] Anselm Kiefer erhält in diesem Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2008. Dies gab heute der Stiftungsrat des Friedenspreises bekannt. Damit ist er der erste Bildende Künstler in der Reihe des seit 1950 vergebenen Preises, der bisher vor allem Schriftstellern und Intellektuellen verliehen wurde. Die Begründung des Stiftungsrates betont folglich vor allem die Bedeutung des Buches in Kiefers […] Kiefers Werk: "Die starke Resonanz seines Werks beruht auf der Fähigkeit, für die zeitlosen und für die akuten Themen, die Anselm Kiefer behandelt, eine Bildsprache zu entwickeln, die aus dem Betrachter auch einen Leser macht. Denn wie stark sich Kiefer mit Literatur und Poesie auseinandersetzt, führen nicht nur die Installationen vor, die unentwegt auf große Texte anspielen. Er hat das Buch selbst […] der Zeit, bei Spiegel Online, in der Welt und im Tagesspiegel. Verliehen wird der Preis während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 19. Oktober 2008, in der Paulskirche. Der in Paris lebende Anselm Kiefer, 1945 in Donaueschingen geboren, hatte unter anderem bei Joseph Beys studiert und gilt als einer der einflussreichsten deutschen Künstler der Nachkriegszeit (ein Überblick seiner Ausstellungen findet […]