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Mali

Rubrik: Feuilletons - 68 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 5
Feuilletons 04.02.2013 […] Jonathan Fischer stellt den in Mali wie einen Popstar verehrten Prediger Scheich Haidara vor, der sich als Vertreter eines gemäßigt afrikanischen Islam gegen dessen "Arabisierung" ausspricht und für eine Ko-Existenz der Religionen eintritt (weshalb er Moscheen etwa dazu anhält, aus Rücksicht auf Andersgläubige die Lautsprecher leiser zu stellen): "Wenn Haidara die Islamisten im Norden 'verkleidete […] als der aus Segou stammende Prediger. Seine Ansar Dine unterhält im ganzen Land Schulen, Krankenhäuser und Moscheen. Ihr Vertrieb von Predigt-Kassetten hat Haidara zu einer der bekanntesten Stimmen Malis gemacht. 'Wulibali' rufen ihn seine Anhänger fast zärtlich in der regionalen Sprache Bambara: Einer, der die unerschütterliche Wahrheit spricht." Jörg Häntzschel spricht mit Alec Ross, der Netzzugang […]
Feuilletons 01.02.2013 […] Britta Adler besucht den im Pariser Exil lebenden Tuareg und Musiker Moussa ag Keyna, der im derzeitigen Bürgerkrieg in Mali auf die Franzosen setzt: "Der zierliche Mann, der bedächtig und ruhig spricht, lebt seit 1993 in der französischen Hauptstadt. Er hat bei den Tuaregaufständen in Mali und Niger Anfang der 90er Jahre auf Seiten der Rebellen gekämpft und identifiziert sich bis heute mit der MNLA, jener […] in die Hand. Schon bei der Eroberung von Timbuktu durch die Islamisten war lange nicht klar, welche Rebellengruppe nun das Ruder übernommen habe. Es ist ein verworrenes und undurchsichtiges Spiel in Mali." Hier ein Konzert von Moussa ag Keynas Band Toumast: Birgit Rieger führt mit großem Vergnügen durch die Transmediale, das Festival für digitale Kultur, das jedes Jahr vom Haus der Kulturen der Welt […]
Feuilletons 01.02.2013 […] Der malische Musiker Habib Koité, der in Bamako im Süden des Landes lebt, verwahrt sich im Interview gegen die Auffassung, in Mali herrschten ethnische Konflikte: "Wenn ich im Ausland bin, höre ich immer: Die Leute im Norden haben alle helle Haut, die Araber oder Tuareg. Das stimmt aber nicht. Fahren Sie mal nach Timbuktu, da sehen Sie lauter Menschen mit weißer oder schwarzer Haut. Und auch in Bamako […] Bamako sieht man in den Straßen gemischte Paare." Die gegenwärtige Krise sei für sein Land die "beste Lektion", und er ist sich sicher: "Mali wird es hinterher besser gehen." Hier singt er "Wari": […]