Stichwort

Menschenrechte

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Magazinrundschau 01.04.2019 […] Assmann. Warum spielen die Menschenrechte keine Rolle in ihrer Erzählung zu 1989? "Den Kalten Krieg haben nicht nur die Amerikaner gewonnen, sondern auch jene europäischen Politiker, die 1975 die Schlussakte von Helsinki unterzeichnet hatten, und es war nicht nur der Kapitalismus, sondern es waren gerade auch die osteuropäischen Dissidenten, die sich auf die Menschenrechte beriefen und damit das Ende […] 1989, dieses Freiheitspathos, das war ein Augenblick von sehr großer Schönheit. Das bleibt.' Nichts davon bleibt jedoch, wenn wir dem Narrativ vom Nachahmungsimperativ folgen. Der Kampf um die Menschenrechte vor 1989 ist aber gerade deshalb ein so wichtiges Kapitel in der Geschichte der EU, weil die Ostblockstaaten eben nicht, wie es die Geschichte der Sieger will, mit dem westlichen Gut der Demokratie […]
Magazinrundschau 10.12.2018 […] Der Universalismus der Menschenrechte gerät von allen Seiten unter Beschuss, konstatiert Marc Engelhardt, auch mit Blick auf den Migrationspakt. Bei den Vereinten Nationen agitiert vor allem China gegen die Menschenrechte, pocht auf Nichteinmischung und versucht, die Menschenrechte entweder zu einer Kulanz umzudenten, die der Staat bei Wohlverhalten gewährt, oder zu einem westlichen Konstrukt: Nach […] Nach westlichen Standards "wären Menschenrechte auch für jeden Chinesen qua Geburt verbrieft. Doch in der Volksrepublik werden sie derzeit vom Staat verliehen - und auch wieder entzogen. Inzwischen stößt diese autoritäre Version von Menschenrechten auch außerhalb Chinas auf Zustimmung. Im UN-Menschenrechtsrat beglückwünschten Vertreter afrikanischer, südamerikanischer und asiatischer Staaten Peking ganz […]
9punkt 08.12.2018 […] predigten das 'weiße Blatt'. Freiheit konnte es, so dachten damals manche, nicht geben, wenn wir in vielem schon vor aller Erziehung festgelegt waren." Zur Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vor siebzig Jahren stimmt Heribert Prantl in der SZ einen leicht verzweifelten Ton an: "'Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt […] Orbán ihn im Mistbeet des Nationalismus vergraben?" Oder die Identitätsfetischisten haben ihn in eine Schublade gesteckt! Weiteres: In der taz findet Jan Feddersen in einem provokanten Text die Menschenrechte "überstrapaziert". In einem konfrontativen Streitgespräch in der SZ verteidigt Justizministerin Katharina Barley den Migrationspakt gegen den Rechtsphilosophen Reinhard Merkel. […]
Magazinrundschau 21.06.2018 […] ist ebenso ein Zeichnen der Krankheit wie die Korrumpierung der herrschenden Klasse und der Schlaf des Proletariats." Zupass kommt Mishra aber Samuel Moyns Studie "Not Enough", in der Moyn die Menschenrechte als heuchlerisches Konzept des Westens brandmarkt: "In seinem ganzen Werk zeigt er auf, wie die Responsibility to Protect ununterscheidbar wurde vom Recht, vermeintliche Feinde zu bombardieren […] der Welt. In 'The Last Utopia' attackierte Moyn die selbstgerechte Sicht etwa von Michael Ignatieff, dass ein Bewusstsein der Schrecken des Holocausts nach dem Krieg dazu beigetragen hätte, die Menschenrechte zu einer moralischen Revolution zu weihen. Zum einen, schreibt Moyns jedoch, 'gab es kein verbreitetes Bewusstsein des Holocaust in der Nachkriegszeit'. Zum anderen beriefen sich in den fünfziger […]