Stichwort

Polen

689 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 46
9punkt 14.05.2019 […] '" Auch Dlf Kultur berichtet: "'Die Regierungspartei PiS sieht sich als Hüter eines katholischen Polens. Deshalb betont sie, dass Kindesmissbrauch ja nicht nur bei Geistlichen vorkomme. Einige Politiker und Anhänger der Partei interpretierten den Film sogar als Angriff auf die Kirche und damit auf Polen. Ein PiS-Abgeordneter verglich 'Sag es niemandem' mit dem Buch 'Mein Kampf' von Adolf Hitler." […] Der Riesenerfolg des Films "Tylko nie mow nikomu" (Sag es niemandem) über sexuellen Missbrauch in der polnischen Kirche (unser Resümee) löst in Polen im Vorfeld der Europawahlen auch politische Unruhe aus, berichtet Jan Cienski bei politico.eu - er bringt Jaroslaw Kaczynskis PiS, deren Macht auf einem starken Bündnis mit der Kirche beruht, in echte Verlegenheit: "Kaczynski prescht voran, um das Thema […]
Efeu 27.04.2019 […] Andrzej Wajda hatte vor kurz vor seinem Tod geahnt, dass Polen ein gespenstisch nationalistisches Zeitalter bevorsteht, erklärt dessen Witwe Krystyna Zachwatowicz-Wajda im Welt-Gespräch, dessen Anlass eine große Ausstellung zu Ehren des polnischen Autorenfilmers in Krakau bildet. Der rechtsnationalen PiS-Regierung hätte er sich entgegen gestellt, umgekehrt lässt Wajdas Ruhm die PiS-Regierung zögern […] zögern, sein Werk - im Gegensatz zu den Arbeiten anderer Künstler - öffentlich zu verunglimpfen. "Gewalt, das Ende des Weltkriegs, wie in 'Asche und Diamant' und das oft tragische Schicksal Polens sind die immer wieder bestimmenden Themen in Wajdas Filmen, genauso nationale Mythen. Eigentlich ist das etwas, auf das sich eine Gesellschaft einigen kann. Aber taugen Wajdas Filme, vielleicht sogar diese monumentale […] Regierungspolitik zu versöhnen? 'Auf keinen Fall', sagt Zachwatowicz-Wajda. An eine Versöhnung der gespaltenen Gesellschaft unter dieser Regierung glaubt sie nicht. Die Witwe ist stolz darauf, dass Polen nach 1989 ein gewaltloser Wandel gelungen ist und dass man die alten kommunistischen Eliten nicht einfach vom Hof gejagt, sondern den Wandel mit ihnen gestaltet hat." Weitere Artikel: Michael Ranze […]
9punkt 15.03.2019 […] vereinten polnischen Oppositionskräfte, Macrons Appell an die Bürger der EU auf (Unser Resümee), um seinerseits ein flammendes Plädoyer pro Europa und gegen den Populismus, vor allem in Polen, zu halten: "Die Regierung hat Polen in der EU so marginalisiert, dass seine Stimme kaum noch Gewicht hat. Daher finden alle vernünftigen polnischen Politiker, dass es im Interesse der nationalen Sicherheit lebensnotwendig […] zurückzuführen. Doch dazu wird es nicht kommen, wenn wir die PiS nicht besiegen. Erringt sie eine zweite Regierungszeit, könnte Kaczyński die letzten Dosen seines fremdenfeindlichen Giftes verabreichen und Polens Justiz und Medien völlig den Launen seiner Partei unterwerfen. Kann ein Land ohne unabhängige Justiz in der EU bleiben? Ich glaube nicht." […]
Magazinrundschau 11.03.2019 […] Agata Araszkiewicz und Agata Czarnacka blicken in einem aus Esprit übernommen Text auf die Situation der Frauen in Polen, die sich nicht erst unter der nationalkonservativen PiS-Regierung gravierend verschlechtert hat: "Tatsächlich sind die politischen Auseinandersetzungen um Frauenrechte das wichtigste Merkmal der polnischen Transformation. Die Transformation - in Bezug auf individuelle Rechte und […] (vor allem nicht der Rechte von Frauen und Minderheiten). Die Freiheit des Einzelnen verkümmert - moralisch und exitenziell." Außerdem: Man könnte zwar glatt glauben, dass viele Russen, Ungarn und Polen gerade ganz verrückt nach Abschottung in jeder Richtung sind, doch Julia Sonnevend meint, dass jedem Osteuropäer eine Art postsowjetische Angst vor Grenzen und Autoritäten in die DNS geschrieben sei […]
9punkt 22.02.2019 […] polnische Identität bis heute zentral sei: "Die Erzählung über den Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Westeuropa entstand zu Zeiten des Kalten Krieges, somit in Abwesenheit und unter Auslassung Polens. Die Polen, gezwungen, dem sowjetischen Narrativ zu folgen, durften ihre eigenen Erfahrungen und ihre Sicht der Geschichte nicht darstellen." Nicht so lange die PiS-Partei regiert und mit antideutschen […] Gedenkstätten zusammen. Besser kann man Ressentiments gegen eine seriöse Aufarbeitung der Vergangenheit gar nicht züchten. Würde man aber solche Mahnmale nur etwa für die besonders arg getroffenen Polen und Russen bauen, würden das Balten, Ukrainer, Serben oder Griechen zwangsläufig als Zurücksetzung empfinden." […]