Stichwort

Polen

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9punkt 29.07.2019 […] In Polen ist die Polarisierung so groß, dass eine Diskussion schon gar nicht mehr möglich ist, sagt die deutsch-polnische Autorin Emilia Smechowski, die für ein Jahr in ihre Herkunftsstadt Danzig zurückgekehrt ist, im Gespräch mit Paul Linke von der Berliner Zeitung: "Jede Seite glaubt, sie sei im Recht, jede Seite hat ihre eigenen Helden, ihre Orte und Medien. Ein Austausch findet nicht mehr statt […] von demokratischer Praxis abweichen, zu sanktionieren, aber selbst dazu kommt es nicht. Und Ursula von der Leyen verdankt ihre knappe Mehrheit als Kommissionspräsidentin auch Stimmen aus Ungarn und Polen. Für den in der SZ schreibenden Politologen Jan-Werner Müller ist das kein gutes Zeichen: "Es fehlt nicht an Prozeduren, sondern am politischen Willen. Und das vor allem bei der Parteifamilie, welche […]
9punkt 14.05.2019 […] '" Auch Dlf Kultur berichtet: "'Die Regierungspartei PiS sieht sich als Hüter eines katholischen Polens. Deshalb betont sie, dass Kindesmissbrauch ja nicht nur bei Geistlichen vorkomme. Einige Politiker und Anhänger der Partei interpretierten den Film sogar als Angriff auf die Kirche und damit auf Polen. Ein PiS-Abgeordneter verglich 'Sag es niemandem' mit dem Buch 'Mein Kampf' von Adolf Hitler." […] Der Riesenerfolg des Films "Tylko nie mow nikomu" (Sag es niemandem) über sexuellen Missbrauch in der polnischen Kirche (unser Resümee) löst in Polen im Vorfeld der Europawahlen auch politische Unruhe aus, berichtet Jan Cienski bei politico.eu - er bringt Jaroslaw Kaczynskis PiS, deren Macht auf einem starken Bündnis mit der Kirche beruht, in echte Verlegenheit: "Kaczynski prescht voran, um das Thema […]
Efeu 27.04.2019 […] Andrzej Wajda hatte vor kurz vor seinem Tod geahnt, dass Polen ein gespenstisch nationalistisches Zeitalter bevorsteht, erklärt dessen Witwe Krystyna Zachwatowicz-Wajda im Welt-Gespräch, dessen Anlass eine große Ausstellung zu Ehren des polnischen Autorenfilmers in Krakau bildet. Der rechtsnationalen PiS-Regierung hätte er sich entgegen gestellt, umgekehrt lässt Wajdas Ruhm die PiS-Regierung zögern […] zögern, sein Werk - im Gegensatz zu den Arbeiten anderer Künstler - öffentlich zu verunglimpfen. "Gewalt, das Ende des Weltkriegs, wie in 'Asche und Diamant' und das oft tragische Schicksal Polens sind die immer wieder bestimmenden Themen in Wajdas Filmen, genauso nationale Mythen. Eigentlich ist das etwas, auf das sich eine Gesellschaft einigen kann. Aber taugen Wajdas Filme, vielleicht sogar diese monumentale […] Regierungspolitik zu versöhnen? 'Auf keinen Fall', sagt Zachwatowicz-Wajda. An eine Versöhnung der gespaltenen Gesellschaft unter dieser Regierung glaubt sie nicht. Die Witwe ist stolz darauf, dass Polen nach 1989 ein gewaltloser Wandel gelungen ist und dass man die alten kommunistischen Eliten nicht einfach vom Hof gejagt, sondern den Wandel mit ihnen gestaltet hat." Weitere Artikel: Michael Ranze […]
9punkt 15.03.2019 […] vereinten polnischen Oppositionskräfte, Macrons Appell an die Bürger der EU auf (Unser Resümee), um seinerseits ein flammendes Plädoyer pro Europa und gegen den Populismus, vor allem in Polen, zu halten: "Die Regierung hat Polen in der EU so marginalisiert, dass seine Stimme kaum noch Gewicht hat. Daher finden alle vernünftigen polnischen Politiker, dass es im Interesse der nationalen Sicherheit lebensnotwendig […] zurückzuführen. Doch dazu wird es nicht kommen, wenn wir die PiS nicht besiegen. Erringt sie eine zweite Regierungszeit, könnte Kaczyński die letzten Dosen seines fremdenfeindlichen Giftes verabreichen und Polens Justiz und Medien völlig den Launen seiner Partei unterwerfen. Kann ein Land ohne unabhängige Justiz in der EU bleiben? Ich glaube nicht." […]