Stichwort

Tod

7 Presseschau-Absätze
Efeu 06.04.2021 […] gewitztes, auf jeden Fall sehr Wienerisches Interview: "Mir fällt Adorno ein, der gesagt hat: Der Tod, das ist die Verwesung unter der Erde. Der Tod ist nichts, das man auf einer Intensivstation wirklich intensiv erlebt. Die Wahrnehmung ist so weit entfernt von der Normalität, dass das Interesse, das der Tod für einen hat, gar nicht erwidert werden kann. Was auf der Intensivstation lebendig wird, ist, […] hervorgerufen durch Opiate, eine unglaubliche Fantasie. Es wird eine Lebendigkeit erzeugt, die dir wie ein Mythos eine Geschichte erzählt, bei der der Tod nicht vorkommt, aber Bilder eines nicht gelebten, nicht lebbaren Lebens." Weiteres: Die Wiener Übersetzerin Daphne Nechyba spricht im Standard über Herausforderungen beim Übersetzen schwarzer Lebensrealitäten. Im Gespräch mit dem Freitag plädiert […]
9punkt 09.04.2020 […] auch in Deutschland - viel mehr über das reden, was in der Antike das allerselbstverständlichste Thema war: darüber, was ein 'guter Tod' sein könnte. Indem wir den Tod als ebenso katastrophalen wie gewissermaßen peinlichen Störfall betrachten, den es um jeden Preis hinauszuzögern gilt, indem wir ihn als GAU behandeln, als größten anzunehmenden Unfall, bei dem unsere Individualität ihre Kernschmelze erlebt […] Mit der Entwicklung der medizinischen Möglichkeiten sind wir dazu übergegangen, die Bekämpfung des Todes für selbstverständlich zu nehmen, schreibt Thea Dorn in einem Essay bei Zeit Online. Sie warnt bei allem Verständnis für Statistiken und Maßnahmen davor, dass die "Scoring- und Rating-Mentalität" den Blick für die "elend" in Isolation sterbenden Menschen versperrt: "Ich fürchte, wir müssen - auch […]