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Übersetzen

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Efeu 08.02.2020 […] verblüffenden Wortlisten etwa im Nachlass des Übersetzers Peter Urban wahre Schatztruhen sprachlicher Spielfreude. "Auf welche Weise Übersetzer ihrerseits die Kultur und die Sprachkunst geprägt haben und prägen, harrt der Forschung. Und davor: der Archivierung. ... Literarisch-übersetzerische Nachlässe geben Auskunft über zweierlei: Zum einen sind Übersetzer Sprachschöpfer, und die Nachlässe geben Auskunft […] Auskunft über die gelungenen und verworfenen Arbeitswege, die alle - im Resultat unsichtbar - zur Entstehung eines übersetzten Kunstwerks beitragen. Zum anderen sind Übersetzer Kulturbotschafter, oft auch Trüffelschweine, und ihre Nachlässe geben Auskunft über die Netzwerke, in denen die Kunst einer Zeit sich formt." Rettet den Universalismus, ruft Thomas Assheuer im Zeit-Kommentar zur US-Kontroverse […]
Efeu 24.11.2018 […] welch souveräner Sorgfalt dieses Großprojekt angegangen wird." Eike Schönfeld berichtet in der Literarischen Welt von der Herausforderung, Charles Darwins "Origin of the Species" im Jahr 2018 neu zu übersetzen: Aspekte wie die, dass in der Literatur Sprache und Inhalt eine Einheit bieten, Sprache bei einem wissenschaftlichen Werk allerdings eher das Transportmittel der gewonnenen Einsicht darstellt, liegen […] oder Aufgusstierchen wieder? Soll für polygamous (bei einer Pflanze) polygam oder das ältere vielehig stehen? Für die Brachiopoda Brachiopoden oder Armfüßer? Bleibt der Terminus Imago stehen oder übersetze ich ihn als das fertig ausgebildete Insekt?" Weitere Artikel: Judith von Sternburg schreibt in der FR über einen Abend mit A.L. Kennedy in Frankfurt. Jens Uthoff spricht in der taz mit dem norwegischen […]
Efeu 28.06.2018 […] wirft bereits ihre Schatten voraus." Tell dokumentiert Sieglinde Geisels auf der Jahrestagung des Vereins der deutschen Übersetzer gehaltenen Vortrag über das Verhältnis zwischen Autor und Übersetzer, dessen Arbeit sichtbarer werden sollte. Biografische Angaben zum Übersetzer sind heute zwar üblicher als früher, doch wünscht sie sich außerdem "einen Kommentar der Übersetzerin, denn ich möchte wissen […] welche hat sie sich versagt? ... Ein literarisches Werk kann man nur an seinen eigenen Ansprüchen messen, und das gilt auch für die Übersetzung. Man muss die Voraussetzungen kennen, mit denen der Übersetzer an sein Werk gegangen ist." Weitere Artikel: Die NZZ dokumentiert Thomas Hettches Laudatio auf Christoph Peters zur Verleihung des Wolfgang-Koeppen-Preises. Im Standard empfiehlt Bert Rebhandl Boris […]
Efeu 10.02.2018 […] Weitere Artikel: Die FAZ dokumentiert Joshua Cohens Rede, die der Schriftsteller zum Auftakt des Übersetzungsprogramms "Toledo" in Berlin gehalten hat (hier das englischsprachige Original). Was Übersetzer von Schriftsteller unterscheidet, beschreibt er so: "Sie glauben nie, dass die Bücher, denen sie ihr Leben widmen, eine unverfälschte Urgestalt haben, die hinter den Sündenfall zurückreicht. Das […] viele Tage" (taz), Mariana Lekys "Was man von hier aus sehen kann" (Tagesspiegel), Matthias Senkels "Dunkle Zahlen" (SZ) und Ulrich Alexander Boschwitz bereits 1939 veröffentlichter, jetzt erstmal übersetzter Roman "Der Reisende" (FAZ). […]
Efeu 06.01.2018 […] In der FAZ preist Felicitas Hoppe in einem ganzseitigen Essay die übersetzerische Arbeit, besingt gar das Glück, übersetzt zu werden. Beispiel: Ihr erster - und zwar ins Niederländische - übersetzter Roman "Picknick der Friseure", der zu einem "Kappers in het gras" wurde. Da fragte sich die Schriftstellerin, warum "erst die Übersetzerin auf die rettende Idee gekommen war, das Buch schlicht und einfach […] sie hatte das Szenario meiner versammelten Texte auf den passenden Punkt gebracht, sie hatte sich (und damit mich) von der Sklaverei des Originals befreit. Was für eine Erlösung, wenn endlich der Übersetzer die Bühne betritt, um im Haushalt meines verworrenen Schreibens für eine neue, einfache Ordnung zu sorgen und den Finger in eine Wunde zu legen, die sich ohne ihn niemals schließen würde." Weitere […]
Efeu 23.10.2017 […] Verbunden wurde das durch eine Liebe zu den Menschen, die aber ohne Illusionen und Idealisierung auskam." Zum Übersetzertag konferierten am Wochenende zahlreiche Übersetzer und Schriftsteller in Berlin. Dass die Verdienste des Übersetzens weiterhin marginalisiert sind, trat dabei offen zutage, berichtet etwa Paul Ingendaay in der FAZ: Doch "was aber wären wir, die wir Taine, Tolstoi und Tišma lesen […] lesen wollen, ohne Übersetzung? Am Ende steht man vor dem paradoxen Umstand, dass eine Lesenation, die nicht nur ihre Bildung, sondern auch ihre Unterhaltung zum allergrößten Teil den Übersetzern verdankt, gerade von diesen in freiwilliger Blindheit nichts wissen will." Für SZ berichtet Hans-Peter Kunisch. Weiteres: Martin Lhotzky berichtet in der FAZ von der Verleihung des "Alternativen Büchner Lite […]
Efeu 07.10.2014 […] sel im Finnischen, sodass die Sprache sehr musikalisch klingen kann." Holger Heimann porträtiert den Übersetzer Stefan Moster, der zur Buchmesse sechs Bücher aus dem Finnischen ins Deutsche übersetzt hat und über das Finnische meint: "Es ist schwieriger, als etwa aus dem Englischen zu übersetzen, weil der Schritt größer ist. Man geht ganz rein ins Original, und dann muss man wieder ganz raus gehen […] des Literaturhauses in Berlin, der nebenbei noch Lyrik und Essays verfasst sowie als Übersetzer tätig ist. Und wenn man dem vielbeschäftigten Mann glauben kann, hat er insbesondere mit der letzten Tätigkeit einen echten Jungbrunnen ausfindig gemacht: "Wenn Sie einen Roman lesen, überlesen Sie vieles. Beim Übersetzen geht das nicht. Sie müssen alles verstehen. Das ist der Reiz, das ist das Vergnügen […] Vergnügen. Man ist ständig in der Schule. Man erhält sich die kindliche Lernbereitschaft, man bleibt kindlicher. Ja, man wird jünger beim Übersetzen." Weitere Artikel: Martin Walsers Hommage an den jiddisch schreibenden Autor Sholem Yankev Abramovitsh hat Micha Brumlik in der taz nicht von einer Kehrtwendung überzeugt. Alexander Cammann von der Zeit hat unterdessen Martin Walser am Bodensee besucht. Für die […]
Feuilletons 25.05.2010 […] Erfolg in Großbritannien, las die Übersetzerin Katy Derbyshire im Observer. Dumm nur, dass der Name des Übersetzers Michael Hofmann nicht erwähnt wurde, ärgert sie sich in ihrem Blog love german books. Ein ältere Meldung informiert uns, dass Derbyshire Helene Hegemanns "Axolotl Roadkill" übersetzen wird: "I'm going to revel in the gorgeous language, feel my way into fucked-up Mifti like a first-class […] the detailed list of sources, something a translator usually has to use guesswork to get around." Derbyshire hat sich vor einigen Wochen mit Jessa Crispin im Blog of a Bookslut über Probleme beim Übersetzen aus dem Deutschen unterhalten - vor allem, wenn es um deutsche Wörter für bestimmte Teile der weiblichen Anatomie geht. Zum Beispiel die, die mit "Scham" beginnen: "My dictionaries tell me this Scham […]
Feuilletons 01.03.2010 […] Anleitung zur Sabotage von Überwachungstechnologien. Zukunftszugewandt, wie lange schon bei Doctorow, ist nicht zuletzt seine Veröffentlichungspolitik. Alles Creative Commons, frei zum Lesen und Übersetzen für jedermann: "Christian Wöhrl, der schon im Juni vergangenen Jahres eine eigene deutsche Übersetzung des Romans ins Netz gestellt hat, spricht von mehr als 140.000 Abrufen seiner PDF-Datei. Was […] seinen Kreis sowie Rudolf Borchardt und Hugo von Hofmannsthal. Die Geburstagsglückwünsche der Woche gehen an die Sopranistin Montserrat Figueras (60), den Architekten Roger Diener (60), den Autor und Übersetzer Reinhard Kaiser (60), den kunstaffinen Jesuitenpater Friedhelm Mennekes SJ (70) und den ins britische Königshaus eingeheirateten Fotografen Antony Armstrong-Jones, First Earl of Snowdon (80). […]