Luchterhand Literaturverlag, München 2026
ISBN
9783630878171 Gebunden, 304 Seiten, 25,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Stefanie Jacobs. Es war einmal, in nicht allzu weiter Zukunft: Zwei Geschwister, Bri und Rose, müssen sich von ihrer Mutter trennen, weil diese in einer weit entfernten Stadt Arbeit findet. Als die beiden nach Hause kommen, entdecken sie eine Linie aus noch nasser roter Farbe, die ihr Grundstück umgibt. Was hat das zu bedeuten, in diesem Land, das seine Einwohner mithilfe von Technologie streng kontrolliert und völlig entmenschlicht? Bri und Rose jedenfalls vermuten nichts Gutes und verstecken sich in einem leer stehenden Haus am anderen Ende der Stadt. Dort treffen sie bald auf eine Gruppe von Widerständlern, auf ein Pferd namens Gliff, und auf eine neue Form des Überlebens.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 21.04.2026
Das "Ausmaß des Dystopischen" wird im neuen Roman von Ali Smith erst nach und nach enthüllt, verrät Rezensentin Judith von Sternburg. Vieles bleibt hier "unscharf", das ist aber nicht negativ gemeint, vielmehr haben es die Figuren, unter anderem die junge Ich-Erzählerin Bri, mit einer diffusen Bedrohung in einer zukünftigen Welt zu tun. Unliebsame Menschen werden hier per roter Farbmarkierung ausgeschlossen, verantwortlich dafür ist ein Unternehmen namens "Superbe Grenzen". Ein paar Jahre später "sieht es noch übler aus", lässt uns Sternburg wissen, als die Freunde Bri, Rose und Leif im Camper unterwegs sind, der unversehens auch von der roten Linie umkreist wird. Zu viel will uns die Rezensentin nicht über die Handlung verraten, es spielt aber noch ein Pferd eine Rolle, das, titelgebend, "Gliff" heißt, wie wir lesen, und dann wird Bri von den Männern eines bösen "Konzerns" entführt. Smith' innovative Sprache übersetzt Stefanie Jacobs "konsequent und entspannt", lobt Sternburg, die sich an lang nicht gehörten Worten wie "Alter Schwede" erfreut. Ein bisschen rätselhaft das Ganze, aber die Kritikerin scheint überzeugt.
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