Aus dem Englischen Werner Löcher-Lawrence. Als der Töpfer Elango eines Morgens aus einem wilden Traum erwacht, weiß er, dass sich sein Leben für immer verändert hat. Er muss der Botschaft, die ihn erreicht hat, Gestalt verleihen - egal, von wem sie stammt, ob es die Hindu-Götter oder alte Töpferlegenden waren, die ihn von einem Pferd in Flammen träumen ließen, das den Ozean durchstreift. Er muss ein großes Terrakotta-Pferd schaffen! Und er muss es für Zohra tun, eine Muslimin, die er schon lange liebt, obwohl diese Liebe immer noch ein Tabu ist in Indien. Auf der anderen Seite der Welt, im kalten, nassen England, ist derweil auch für Sara das Töpfern überlebenswichtig geworden: Sie hat bei Elango gelernt, und jetzt, in einem unwirtlichen, ihr fremden Internat, ist es ihre einzige Verbindung zur verlorenen Heimat.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 30.06.2023
Rezensentin Tanya Lieske kann sich verlieren in Anuradha Roys Roman über die Liebesgeschichte zwischen einem Hindu und einer Muslima im Indien der 1980er Jahre. Allein die Hauptfigur des Töpfers Elango ruft bei ihr allerhand Assoziationen hervor. Ein übriges tun wuchtige Bilder und behandelte Alltagstraumata, Motive von Traum und Schuld, die sich spiegeln, und thematische Verkettungen. Für Lieske ein gelungener Roman nicht zuletzt über die Kraft des Schöpferischen.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…