Aus dem Spanischen von Dagmar Ploetz. Landlust und Mutterglück - für die namenlose Erzählerin in "Stirb doch, Liebling" erweisen sich diese Vorbedingungen ihres neuen Lebens mit Mann und Sohn in der französischen Provinz als zutiefst verstörend. Sie möchte schon eine gute Mutter, eine liebevolle Gefährtin sein - und stellt doch fest, dass ihr eine gemütliche, fröhliche und sonnenbeschienene Normalität nichts bedeutet.
Mordfantasien, sexuelle Träume und Bilder suchen sie heim, sie irritiert ihren Mann und ihre Freunde, schläft mit dem Nachbarn und hadert gleichzeitig mit ihrer Empfindung, sich weder passend zu verhalten noch passend zu fühlen. Eine emotionale und geistige Achterbahnfahrt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 01.08.2019
Rezensent Tillmann Severin fehlt der soziologische Blick in Ariana Harwiczs Roman über das Grauen des Landlebens. Der hätte es laut Severin ermöglicht, differenzierter mit dem Thema umzugehen, anstatt, wie es die Autorin macht, von einer schrecklichen Episode zur nächsten zu hetzen. So aber gibt es keinen Bruch im Text, kritisiert Severin, die im Fokus stehende Kleinfamilie ist nur grauenhaft, die dörfliche Depression vollkommen, und der Tod lauert überall. Ein solches "Dauerfeuer des Grauens" empfindet der Rezensent literarisch als Zumutung.
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