Aus dem Englischen von Susanne Schmidt-Wussow. Vor mehr als 2000 Jahren ließ sich Aristoteles an den Ufern einer großen Lagune auf der Insel Lesbos nieder, um sich der Erforschung der Natur zu widmen. Aristoteles war nicht nur einer der größten Philosophen aller Zeiten, sondern er war auch der erste Biologe.
Mithilfe von Fischern, Jägern und Bauern sammelte, katalogisierte und sezierte er Tiere, studierte ihr Verhalten und ihre Lebensweise. In seiner großen Abhandlung 'Historia animalium' beschrieb er die Paarung von Reihern, die Funktionsweise der Mägen von Schnecken und der Flossen von Robben oder die Struktur des menschlichen Herzens.
Der Biologe Armand Marie Leroi reiste zu den Orten, an denen Aristoteles lebte, und macht uns die Ideen und Forschungen des großen Gelehrten wieder zugänglich.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.01.2018
Rezensent Martin F. Meyer lernt Aristoteles als versierten Zoologen kennen in diesem Buch des französischen Biologen Armand Marie Leroi. Der Kritiker begleitet den in London Genetik lehrenden Mikrobiologen hier nach Lesbos, wo Aristoteles einen Großteil seiner naturwissenschaftlichen Forschungen durchführte, erlebt, wie Leroi nach Fischen taucht, Sepien seziert oder Seeigel klassifiziert und erfährt, wie erheblich sich die Lagune seit der Antike veränderte. Fasziniert liest der Rezensent darüber hinaus, zu welchen Ergebnissen Aristoteles aus eigener Anschauung kam und welche Annahmen auf Reiseberichten beruhten. Gelehrt und sachkundig kann Leroi dem Kritiker vermitteln, wie Aristoteles verloren gegangener "Anatomischer Atlas" ausgesehen haben muss. Eine brillante Übersetzung, ein instruktives Glossar, Anhänge und Rekonstruktionen einiger aristotelischer Zeichnungen machen den Band für den Kritiker zum Ereignis.
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