Arthur Japin erzählt die historisch belegte Geschichte zweier afrikanischer Prinzen, die im 19. Jahrhundert in den Niederlanden und in Weimar als Weiße erzogen wurden. Ein Roman über Entwurzelung, Freundschaft und den Schmerz einer Gefangenschaft zwischen zwei Kulturen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.04.2000
Die Niederlande waren stark in Kolonialismus und Sklavenhandel verstrickt, der in Holland erst 1863 sein Ende fand. Thomas Leuchtenmüller findet Japins literarische Recherche zu diesem Thema, die in einem historischen Roman über das Schicksal zweier afrikanischer Prinzen mündete, nicht ganz gelungen. Von ihrem reichen afrikanischen Vater zur Erziehung nach Holland geschickt, dienen sie, schreibt Leuchtenmüller, als "Paradebeispiele von Widerstand und Assimilation". Beide scheitern, auf unterschiedlichen Wegen. Der in den Niederlanden hoch gelobte und mit Preisen bedachte Roman ist "politisch korrekt", aber "im ganzen recht farblos", meint der Rezensent. Er erinnert ihn fatal an eine "unrühmliche Gattung der Literaturgeschichte": den "gelehrten, aber fabriziert" wirkenden Professorenroman.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…