Rechtsradikale erkennt man längst nicht mehr nur an Springerstiefeln und kahlrasierten Schädeln. Die Rechte hat ein neues Gesicht: Sie sitzen im Elternbeirat, kaufen Gemüse aus der Region und nennen ihren Sohn Siegfried. Astrid Geisler und Christoph Schultheis haben in einer Subkultur in Deutschlands Gesellschaft recherchiert, die sich nach außen bürgerlich gibt, aber im Innern für Nationalismus und Antisemitismus kämpft. Sie gewinnt Anhänger, die sich von der Politik im Stich gelassen fühlen: in der Angst vor Arbeitslosigkeit und Armut, in ihren Ressentiments, die sie gegen Ausländer hegen. Hier lauert eine versteckte Gefahr.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.05.2011
Zufrieden zeigt sich Rezensent Harald Bergsdorf mit Astrid Geislers und Christoph Schultheis' Buch über den rechten Alltag in Deutschland. Aufschlussreich findet er die Analyse zum Rückzug der Zivilgesellschaft in Ostdeutschland. Die Einblicke in das rechte Alltagsleben, die die beiden Journalisten bieten, scheinen ihm zwar nicht immer ganz neu. Dafür aber liest sich das Buch seines Erachtens hervorragend und ist gut geeignet, dem Leser die Thematik nahezubringen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.03.2011
Rezensent Olaf Sundermeyer hat Astrid Geislers und Christoph Schultheis? Buch über rechten Alltag in Deutschland überaus positiv aufgenommen. Die Autoren geben in seinen Augen einen erhellenden Einblick in das alltägliche Leben am rechten Rand der Gesellschaft. Wie er berichtet, haben sie dafür mit Menschen gesprochen haben, die die Demokratie abschaffen wollen und sich in rechten Parteien und Organisationen engagieren. Sundermeyer bescheinigt Geisler und Schultheis eine exzellente Recherche, einen präzisen Blick und eine gut zu lesende Darstellung. Besonders hebt er die unaufgeregte Herangehensweise der Autoren hervor, die sich für ihn von den oft lauten, Schlagzeilen trächtigen Berichten der Medien über das Thema Rechtsextremismus wohltuend unterscheidet.
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