Das Grauen vor dem ewigen Eis, die Schönheit unberührter
Schneelandschaften, die Sehnsucht nach winterlicher Reinheit, die Geburt
des Alpinismus und des Wintersports: Bernd Brunner schreibt die erste Kulturgeschichte des Winters. Während der letzten zwei Jahrhunderte hat sich unser Verhältnis zum Winter grundlegend geändert. Früher diktierte das Wetter das Leben - heute sind wir davon weitgehend autark. 2015 gilt als wärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen; zu Weihnachten schwebten statt Schneef locken Haselpollen durch die Luft. Mancherorts blühten sogar die Mandelbäume.
Bernd Brunner begibt sich auf die Suche nach Geschichten und Stimmungen des Winters in verschiedene Weltgegenden und Zeiten, sogar bis zurück zur Eiszeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.01.2017
Rezensent Thorsten Gräbe hat sich nicht gelangweilt mit Bernd Brunners Buch über den Winter - ob der Autor nun von Hunger, Krankheit, Tod, Lawinen oder den Anpassungsleistungen der Tierwelt, von weihnachtlicher Besinnung oder vom Eishandel vor Thoreaus Hütte berichtet. Allerdings geht ihm der Text zu sehr in die Breite, wo Gräbe sich mehr Tiefe gewünscht hätte. Auch wenn so keine Geschichte einer Jahreszeit entsteht, wie er findet, gewinnbringend scheint ihm die Lektüre dennoch, schon, weil Brunner auch den Winter in Zeiten des Klimawandels behandelt.
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