Er ist jung und eifrig. Er ist stolz auf sich und auf die große Zeitung, bei der er arbeiten darf. Er genießt es, die Dinge kühl und gegebenenfalls scharf niederschreiben zu dürfen, er genießt es umso mehr, da es in seinem vorherigen journalistischen Leben nicht möglich war; er ist der erste Ostler in der Redaktion. Zunächst arbeitet er im Sportressort, dann als Reporter. Über Jahre geschieht und gelingt alles wie selbstverständlich, weit ist diese Welt hier und offen - bis das Vorherige, das Bedrängende von Neuem aufscheint, in eleganterer Form, mit dramatischen Folgen …
Laut Steffen Grimberg gelingt es dem Journalisten Birk Meinhardt nicht, seine Kritik an einer allzu haltungslastigen Presse, namentlich der Süddeutschen Zeitung, überzeugend zu vermitteln. Grimberg kann nicht erkennen, dass sich die Zeitung, wie der Autor behauptet, von einem der Wahrheit zu einem der Meinung verpflichteten Blatt gewandelt hätte. Die Texte, die Meinhardt als Beleg anführt, scheinen Grimberg "von eigener Betroffenheit zu strotzen". Dass der Autor eigentlich einen wunden Punkt anspricht, wenn er dem Journalismus unterstellt, sich nicht auf andere Perspektiven einzulassen, geht für Grimberg unter in dieser sehr subjektiven Kritik.
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