Aus dem Amerikanischen von Hans Freundl, Thomas Pfeiffer und Reiner Pfleiderer. Bereits kurz nach dem 11. September 2001 ließ George W. Bush den Krieg gegen den Irak vorbereiten. Die Planungen liefen so geheim ab, dass selbst ein Teil der Regierung monatelang nicht eingeweiht wurde. Und zwischen den beteiligten bildeten sich tiefe Gräben, Tauben gegen Falken, Außenminister Powell auf der einen, Vizepräsident Cheney auf der anderen Seite. Bob Woodwards neuer Polit-Thriller schildert minutiös die Schlüsselszenen auf dem Weg in den Krieg: die Beratungen zwischen Militär, CIA und dem Nationalen Sicherheitsrat, das Taktieren der Regierung Bush, die erstaunlichen Undercover-Aktionen der CIA im Irak.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.08.2004
Bob Woodward zeichnet in seinem Buch "Der Angriff" detailliert und, durch die Verwendung szenischer Mittel, spannend zu lesen die Prozesse der Entscheidungsfindung nach, die die Bush-Administration in den Irak-Krieg geführt haben, so das Urteil von Wilfried von Bredow. Allerdings enthüllt der Rezensent, dass die Werbung des deutschen Verlags, wonach "der Enthüllungsjournalist" Bob Woodward in seinem Buch "schwere Vorwürfe gegen die US-Regierung" erhebe, in keinerlei Hinsicht stimmt - weder kann man Woodward, den Washington-Intimus, guten Gewissens als "Enthüllungsjournalisten" bezeichnen, noch erhebt er schwere Vorwürfe gegen irgend jemanden - wenn er vielleicht auch, ganz verhalten, Cheney tadelt und Powell lobt. Tatsächlich - das geht, laut Bredow, aus Woodwards Buch hervor - schätzten die Leute im Weißen Haus den irakischen Diktator Saddam Hussein in doppelter Hinsicht falsch ein: Zum einen waren sie davon überzeugt, dass er wegen seiner Massenvernichtungswaffen eine Gefahr für die USA darstellte, zum anderen gingen sie davon aus, dass er Kontakte zur al Qaida unterhielt. Beinahe, so der Rezensent, kann man von einer kollektiven "idee fixe" sprechen, die durch widersprechende Fakten nicht zu erschüttern war.
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