Aus dem amerikanischen Englisch von Maria Hummitzsch und Michael Schickenberg. Ein junger queerer Mann lässt sich mit einem Tänzerpaar ein und ahnt nichts von der toxischen Eifersucht, die bald in der Affäre schwelt. Eine Familie zerstreitet sich wegen der Homosexualität des abwesenden Sohnes. Ein Junge erfährt an seinem 17. Geburtstag, dass sein bester Freund eine Mitschülerin vergewaltigt hat. Und versteht: Es gibt Schlimmeres, als allein erwachsen zu werden. Man liest Brandon Taylors Storys mit angehaltenem Atem, weil das Unheil jederzeit durch die zarte Schicht des Alltags zu brechen droht.
Rezensent Peter Henning findet Brandon Taylors Stories "furios". Gemeinsam haben die Figuren in den Geschichten (eine selbstlose Babysitterin, ein homosexueller Tänzer, ein schwieriger Teenager) laut Henning das Verharren in einem emotionalen Zwischenzustand zwischen empfundenem Unglück und der Unfähigkeit, eine Veränderung herbeizuführen. Wie der Autor die einzelnen Schicksale anschaulich macht, in spannungsbefördernden Andeutungen, durch versagende Kommunikation, im Scheitern von Beziehungen, meist "rätselhaft still", erscheint Henning überzeugend.
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