Immer häufiger wird ein solcher Schnitt von den Töchtern vollzogen, und darum soll es im Kontext dieses Buches gehen: Die Tochter bricht mit der Mutter. Mütter erleben den Kontaktabbruch wie eine Katastrophe, der man hilflos und verzweifelt ausgeliefert ist. Für die Tochter ist es ein notwendiger Schritt. Für sie ist es das Ende eines schmerzhaften Prozesses, deshalb empfindet sie ihn eher als Befreiung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.06.2014
Luisa Seeling stellt gleich drei Bücher über die Gezipark-Proteste vor, die allesamt von deutschtürkischen Autoren mit viel Sympathie für die Bewegung geschrieben wurden und in kleinen Verlagen erscheinen. Die beiden Berliner Journalistinnen Ebru Tasdemir und Canset Icpimar liefern ein eindrückliches Stimmungsbild aus der türkischen Community, das der Rezensentin ziemlich anschaulich macht, wie "verliebt" viele junge Türken in diese Protestbewegung waren. Allerdings verschweigen die Autorinnen nicht, wie Seeling betont, dass es unter den Türken in Deutschland auch viele Unterstützer für Erdogans Regierung gegeben hat. Und sie sieht noch einmal klargestellt, dass die Proteste gegen Erdogan weniger antireligiös als antikapitalistisch motiviert waren.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter…