Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.09.2001
Mit "unbestechlicher Akkuratesse" hat Maria Hoffmann-Dartevelle den 1987 verfassten Roman des argentinischen Schrifstellers César Aira ins Deutsche übertragen. Aber der Rezensent Kersten Knipp bedauert das ein wenig, denn er hätte sich gewünscht, dass die Übersetzung dieser Geschichte über einen Professor, der in den Bergen der Provinz Córdoba mit transmutierten Lebewesen experimentiert und von dem Urlauber Mártin dabei beobachtet wird, einiges an Längen und Trägheiten herausgeholt hätte. Aber die Übersetzung ist laut Rezensent korrekt, und so dümpelt die Geschichte zäh und ereignisarm vor sich hin. Knipp jedenfalls kann sich auf die Geschichte keinen richtigen Reim machen. Argentinien erscheint ihm in diesem Roman recht todgeweiht - woher der Autor diese Gewissheit nimmt, bleibt dem Rezensenten ein Rätsel.
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