Chlodwig Poth, lebende Legende der deutschen Satire, hat wie kein zweiter mit Federstrich und Sprechblase zur Erneuerung der gezeichneten Gesellschaftskritik beigetragen. Der Mitbegründer der Zeitschriften "Titanic" und "Pardon" ist, so Bernd Eilert sein Mitverschwörer von der "Neuen Frankfurter Schule", "die Verkörperung des Satirikers schlechthin."
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.10.2002
Franziska Augstein hat richtig Freude an dieser Autobiographie Clodwig Poths, in der der Karikaturist von seinen verschlungenen Karriere- und Lebenswegen erzählt. Zudem bekommt der Leser einen guten Eindruck von der charmanten Weltsicht des mittlerweile 72-jährigen Zeichners, "die den realen Umständen jeweils nicht mehr als ein Mitspracherecht bei der Wahrnehmung der Welt einräumt". Als weiteren interessanten Aspekt der Autobiografie erwähnt sie den Hintergrund der Satirezeitschrift Titanic, an deren Gründung Poth maßgeblich beteiligt war. Sie findet seine Aufzeichnungen angenehm uneitel und lobt: "Er schenkt sich nichts. Die Anerkennung, die ihm gebührt, müssen seine Leser ihm zollen."
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