Die moderne Massenkonsumgesellschaft ist ein Produkt der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vorformen lassen sich jedoch bis in die Frühe Neuzeit zurückverfolgen. Ausgehend von der vorindustriellen Zeit bis in die Gegenwart stellt Christian Kleinschmidt Grundlagen und theoretische Aspekte sowie Schwerpunkte und Charakteristika vor und bietet damit in kompakter Form einen breiten Überblick über das Phänomen Konsumgesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.11.2008
Es ist so weit. Die Konsumgesellschaft wird historisiert. Ernst Horst schätzt an diesem Buch von Christian Kleinschmidt vor allem den Verzicht auf Fachchinesisch. Dass der Autor sein (vorwiegend deutsches, wie Horst bedauert) Warenwelt-Panorama mit grundsätzlichen Definitionen und Erläuterungen beginnt, ergibt für ihn Sinn. Weiter folgt der Rezensent den vom Autor vorgenommenen Einteilungen in Konsumbereiche, wie Ernährung, Kleidung, Freizeit und Kultur, Haushalt und Wohnen, und vermisst nur das Auto, des Deutschen liebstes Kind, als eigene Kategorie. In den die Zeitgeschichte vom Kaiserreich über den Nationalsozialismus bis hin zur DDR abschreitenden Abschnitten kennt sich der Rezensent naturgemäß um so mehr aus, je weiter sich der Autor der Gegenwart nähert. Dankbar zeigt er sich darüber, dass er mit Hilfe des Textes die ein oder andere Annahme (so jene vom wirtschaftlichen Aufschwung nach Hitlers Machtübernahme) zu korrigieren vermag.
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