Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.1999
In einer ausführlichen Besprechung feiert Paul Nolte diesen an sich so trockenen und mit Statistiken gespickten Band als Rehabilitation der Konsumsphäre in der deutschen Wirtschaftsgeschichtsschreibung, die die Sphäre der Produktion immer vorgezogen habe. Nebenbei entdecke man, wie viele der scheinbar so heutigen Probleme dieses Sektors - Handelsketten versus Einzelhandel, Barzahlung versus Kredit - von Anfang an das Spannungsfeld ausmachten, das ihn definiert. Vielfach habe man das Gefühl: "Es ist alles schon einmal da gewesen". Spiekermann zeige auch, dass die deutsche Konsumgesellschaft keineswegs erst in der Adenauer-Ära, sondern "mindestens ein halbes Jahrhundert früher" entstanden sei. Auch erweise sich bei Spiekermann, wie sehr die Entstehung des Ladengeschäfts eine Revolution gewesen sei. Hier hätte sich die zivilisierende Wirkung des Kapitalismus gezeigt: Im Ladengeschäft war der König Kunde, und es wurde zuerst bedient, wer zuerst eintrat, und nicht, wer sozial überlegen war.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…