Russlands Krieg gegen die Ukraine hat Europa radikal verändert und eine epochale Verschiebung der Weltentwicklungen ausgelöst. Deutschlands lang gepflegte Illusionen über Krieg und Frieden haben das Land und Europa erpressbar und verwundbar gemacht. Der Sicherheitsexperte Christian Mölling analysiert die sicherheitspolitische Lage und zeigt, was sich ändern muss, damit uns nicht fatale Folgen drohen. Das geht weit über eine besser ausgerüstete Bundeswehr hinaus. Seit Trump steht fest, dass die transatlantische Partnerschaft besser auf der eigenen Stärke Europas als auf blindem Vertrauen in die USA beruhen sollte. Putins Imperialismus und Chinas Weltmachtambitionen setzen auf das Recht des Stärkeren, ökonomische Abhängigkeiten und politische Spaltung. Europa muss sich auf eine jahrzehntelange Auseinandersetzung mit autoritären Regimen vorbereiten. Überfällig ist nicht eine neue Friedens-, sondern eine Sicherheits- und Konfliktordnung. Dabei geht es nicht primär um einen militärischen Konflikt, sondern um politische, technologische und ökonomische Handlungsfähigkeit und Selbstbestimmung Deutschlands und Europas und den Umgang mit dem Klimawandel. Deutschland und Europa brauchen eine Strategie, um die eigenen Interessen in einer dauerhaft unfriedlichen Welt durchzusetzen, und die bereits künftige Konflikte und Machtverschiebungen mitdenkt. In diesem Buch beschreibt Christian Mölling, wie diese neue Sicherheits- und Konfliktordnung für Europa aussehen kann, auf welche mittel- und langfristigen Auseinandersetzungen wir über den Ukrainekrieg hinaus vorbereitet sein müssen und welche Rolle der Frieden darin spielt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.12.2023
Anschaulich bringt Christian Möllings Buch seinen Lesern die gegenwärtigen sicherheitspolitischen Herausforderungen Deutschlands näher, freut sich Rezensent Matthias Kolb. Der am Forschungsinstitut der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik als Leiter des Zentrums für Sicherheit und Verteidigung angestellte Autor vereinigt laut Kolb gekonnt wissenschaftliche Erkenntnisse, politische Diskussionen und den Debattenstand in der Öffentlichkeit in seinem Plädoyer für ein Jahrzehnt der Sicherheitspolitik. Massiv ist die Sicherheit insbesondere durch Russlands Destabilisierungspolitik gefährdet, schreibt Mölling Kolb zufolge. Deutschland ist, so Kolb mit Mölling, auf jeweils unterschiedliche Art von Russland, China, den USA und der EU abhängig und wird nicht darum herum kommen, künftig mehr ins Militär zu investieren und sich mehr mit sicherheitspolitischen Fragen, zum Beispiel auch hinsichtlich Taiwans, zu beschäftigen. Außerdem, zeichnet der Rezensent die Argumentation nach, soll die Ukraine tatkräftiger unterstützt werden, schon allein aus ökonomischen Eigeninteressen.
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