Wie nie zuvor ist die junge Generation sozial tief zerrissen: Hinsichtlich Gesundheit, Bildung, Wohnen, Freizeit und Teilhabe verschärfen sich die Unterschiede. Während Kinder aus wohlhabenden, reichen und hyperreichen Familien materielle Sicherheit genießen und eine Führungsposition in der globalisierten Wirtschaftswelt erreichen können, bleiben diese Chancen den Gleichaltrigen aus sozial benachteiligten Familien versagt. Die Sozialwissenschaftlerin Carolin Butterwegge und der Ungleichheitsforscher Christoph Butterwegge leisten mit ihrem ersten gemeinsamen Buch einen Beitrag zur Beendigung dieser Entwicklung. Sie zeigen das Spektrum der Kinderungleichheit, ergründen die Ursachen und schlagen Gegenmaßnahmen vor. Denn wenn ein Großteil der "Generation Corona" abgehängt wird, geht es mit der ganzen Gesellschaft bergab.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.11.2021
Rezensentin Heike Schmoll kann den Ärger der beiden Autoren Carolin und Christoph Butterwegge über ungleiche Einkommen und daraus resultierende ungleiche Bildungs- und Berufschancen für Kinder zwar nachvollziehen. Die Lösungsvorschläge im Buch, höherer Mindestlohn, Reichensteuer, inklusive Schulen, findet Schmoll dagegen fragwürdig. Schmoll fragt sich, ob die Butterwegges die entsprechenden Studien über das benachteiligende Gesamtschulsystem nicht kennen. Armut führt auch nicht immer zu Bildungsdefiziten, meint Schmoll etwas zynisch.
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