Christoph Peters

Diese wunderbare Bitterkeit

Leben mit Tee
Cover: Diese wunderbare Bitterkeit
Arche Verlag, Zürich 2016
ISBN 9783716027561
Gebunden, 144 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Vor mehr als zwanzig Jahren fing alles an, mit der Faszination für die japanische Teezeremonie. Schon als Jugendlicher sammelte Christoph Peters lieber Teegefäße als Schallplatten. Heute verbringt er jede Woche viele Stunden mit der Zubereitung von Tee und stellt fest, dass sich im Nachvollziehen der zugleich reduzierten wie vollendet funktionalen Gesten seine Wahrnehmung verändert hat, er weniger fahrig und unkonzentriert ist. Der Leser erfährt außerdem von ersten Tee-Initiationsriten am Internat, von Begegnungen mit Zollbeamten, die ratlos vor einer antiken Teekanne standen, und davon, wie der Tee für den Autor irgendwann den Genuss von Alkohol ersetzt hat.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.03.2017

Rezensent Andreas Platthaus findet bei Christoph Peters alle erdenklichen nützlichen Hinweise zur richtigen Teezubereitung, ferner Sortenbeschreibungen und sogar Preisangaben. Vor allem aber Peters' Geschmacksbeschreibungen und sein Wehklagen über die Zustände hiesigen Teekochens haben Platthaus unterhalten - und mit einem Schuss Selbstironie amüsiert. Der betont subjektive Ansatz des japanomanen Autors scheint Platthaus gut lesbar, erfahrungssatt und praktikabel, und zwar nicht nur in Bezug auf japanischen, sondern auch auf ägyptischen, chinesischen und sogar ostfriesischen Tee.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.11.2016

Christoph Schröder warnt den Leser: In Christoph Peters Lob des Tees steckt eher wenig Ironie. Allerdings ist es für Schröder auch einerlei, womit sich der Autor befasst, für den Leser ist es unbedingt interessant, meint er. Das liegt laut Schröder an Peters leidenschaftlichem Erkenntnisdrang und an seinem Humor, die den Gegenstand transzendieren. Aufklärerisch im besten Sinn scheint ihm, wie der Autor sich dem japanischen Teezeremoniell zu nähern versucht und über Geschmäcker und Materialien sinniert, ohne sie lächerlich zu machen oder zu kolonialisieren. Als elegant gemachter Essay, der eigene Erfahrungen in Beziehung zur Zeitgeschichte setzt, erfährt Schröder den Text, wenn der Autor über Teetrinken in den Achtzigern schreibt.

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