Aus dem Französischen von Timea Tankó. Sophie lebt mit ihrem Mann Grieg an einem verlassenen Ort in den Vogesen. Eines Abends läuft ihnen eine junge Hündin zu und stellt die Routine des alten Paars auf den Kopf: Sophie ist Schriftstellerin und bildende Künstlerin, sie liebt die Natur und streift durch die Wälder, während Grieg das Haus kaum mehr verlässt, tagsüber schläft und die Nächte durchliest, dank der Literatur überhaupt noch am Leben ist. Woher kommt das schwer verletzte und offenbar misshandelte Tier? Wer hat es so zugerichtet, und sucht jemand nach ihm? Yes, so nennt Sophie die Hündin, bleibt bei Sophie und Grieg, dringt in ihr Leben ein, verändert die vertraute Welt, verändert Sophie und den Blick auf die Natur, zeigt, dass es einen anderen Weg als den der Zerstörung und des Untergangs gibt. Dieser Roman erzählt von einer Frau, die in ihren letzten Lebensjahren die Beziehung zur Natur intensiviert, nicht nur Trost in ihr findet, sondern auch Inspiration. Und er erzählt eine Liebesgeschichte, die von Sophie und Grieg.
Ein kluges, nachdenkliches, vielleicht auch tröstliches Buch hat Claudie Hunzinger geschrieben, findet Rezensent Christoph Schröder. Es handelt von einem alten Ehepaar, das sich in einen kleinen Ort in den Vogesen zurückzieht, die Frau, Sophie, unternimmt hier Naturspaziergänge, der Mann, Grieg, liest vor allem. Dieses ereignislose Leben ändert sich, als Sophie eine Hündin zuläuft. Diese Begegnung und auch die Wiederannäherung an Grieg, mit dem sie lange nicht mehr viel gemeinsam zu haben schien, fügen sich laut Kritiker ein in eine Reflexion über Vertrautsein und Loyalität, sowie Sophies Schuldgefühlen angesichts von Menschheitsproblemen wie dem Klimawandel. Wer Hunde, Schmetterlinge oder den Wald mag, oder einfach nur ein wenig Hoffnung schöpfen möchte in schwierigen Zeiten, ist mit diesem Buch perfekt bedient, meint der Rezensent abschließend.
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