Die Graphic Novel zu Yuval Noah Hararis "Eine kurze Geschichte der Menschheit" geht nach dem großen Erfolg des Pilots in die zweite Staffel. Im ersten Band schwangen sich die frühen Sapiens zu Herren der Welt auf. Im zweiten Band werden sie von einem völlig unscheinbaren Lebewesen aufs Kreuz gelegt. Wer das war? Das erfahren Sie in "Sapiens: Die Falle". Vor etwas mehr als 10.000 Jahren trafen einige Sapiens eine Entscheidung, die den Gang der Geschichte dramatisch verändern sollte: Sie fingen an, mit Weizen zu experimentieren. Bald war die Welt nicht mehr von einer relativ kleinen Zahl gesunder, gleicher und freier Jäger und Sammler bevölkert, sondern von einer sehr viel größeren Zahl hart arbeitender, schlecht ernährter und kranker Bauern. Die landwirtschaftliche Revolution legte die Grundlage für komplexere soziale und politische Gebilde. Königreiche und Imperien entstanden. Doch für die meisten Menschen wurde das Leben schlechter. Sie waren jetzt Sklaven des Weizens und mussten auf den Feldern Arbeiten verrichten, für die ihr Körper nicht gemacht war. Gleichzeitig kam die Ungleichheit in die Welt.
Rezensent Ralph Trommer freut sich über eine witzige und anregende Geschichte der Welt im Wissenschaftscomic "Sapiens", entstanden aus einer Zusammenarbeit des israelischen Historikers Yuval Noah Harari, des Comicautors David Vandermeulen und des Zeichners Daniel Casanave. Im Comic findet Trommer liebevoll gezeichnete Figuren und charmante Illustrationen, die die Menschheitsgeschichte von der Evolution bis hin zur Neuzeit erzählen. Die "leichtfüßig" erzählten Episoden sind unterhaltsam und lehrreich zugleich und damit auch bestens geeignet für jüngere Leser, schließt der Kritiker zufrieden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.05.2022
Laut Rezensent Christian Gasser zeigen der Bestseller-Autor Yuval Noah Harari ("Eine kurze Geschichte der Menschheit") und die Comic-Spezialisten Daniel Casanave (Text) und David Vandermeulen (Zeichnung) in ihrer auf vier Bände angelegten Geschichte des Homos sapiens, wie ein gelungener Sach-Comic aussieht. Der vorliegende Band kommt laut Gasser als eigenständiges Werk daher, glänzt mit lebendigen Dialogen, Humor und einem überzeugenden erzählerischen Prinzip. Wie Harari seine wissbegierige Nichte und mit ihr den Leser durch Raum und Zeit der Menschheitsgeschichte führt, Persönlichkeiten der Zeitgeschichte auftreten lässt und Schauplätze der menschlichen Evolution vorstellt, findet Gasser höchst unterhaltsam und abwechslungsreich.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 12.01.2022
Rezensentin Susanne Billig ist schwer beeindruckt, wie kühn und unterhaltsam Yuval Noah Harari, David Vandermeulen und Daniel Casanave im zweiten Teil ihrer Graphic Novel über die Menschheitsgeschichte die zivilisatorischen Errungenschaften unserer Spezies, aber auch Herrschaft und Gewalt, die Rolle von Göttern und Geld, Ordnungen und Revolten in Bilder und Szenen zu fassen wissen. Rasche Schnitte, bunte Bilder und allerhand durch die Jahrtausende jagende Erzählstränge lassen Billig die Erfindung der Geldwirtschaft oder das Drama der Weizen-Abhängigkeit in der Jungsteinzeit hautnah miterleben.
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