Aus dem Schwedischen von Danny Wattin. Ein Schlamassel kommt selten allein: Eigentlich wollte David doch nur den Sportunterricht schwänzen … Und jetzt das: Seine Klassenkameraden haben sein größtes Geheimnis erfahren. David ist Jude. Eine Neuigkeit, die sofort Neonazis auf den Plan ruft. Gleichzeitig hat David aber auch das Gefühl, endlich nicht mehr unsichtbar zu sein. Vor allem für die Aktivistin Maja. Daher tut er alles, um sie zu beeindrucken und der Diskriminierung zu entgehen. Und so verstrickt sich David zunehmend in Lügen und reitet sich immer tiefer in den Schlamassel.
Danny Wattins Roman "Davids Dilemma" ist ein gelungener satirischer Text, der Antisemitismus unter jungen Menschen auf erschreckend aktuelle Weise thematisiert, findet Rezensentin Jana Magdanz. Der schwedische Autor schildert darin die auf realen Begebenheiten der 1980er Jahre basierende Geschichte des jüdischen Jungen David, der, wie Magdanz resümiert, aufgrund sich verkettender Ungeschicklichkeiten zur Zielscheibe antisemitischer Attacken zunächst durch Mitschüler, dann von Stockholmer Neonazis wird. Die Rezensentin zeigt sich vor allem von Wattins erzählerischer Leichtigkeit und seinem Mut zu Komik und Satire in der Auseinandersetzung mit sehr ernsten Theman beeindruckt. Auch die deutsche Übersetzung von Susanne Dahmann beurteilt sie als gelungen. Und so kann sie Wattins spannenden, zeitgemäßen Text sehr zur Lektüre empfehlen.
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