Aus dem Amerikanischen von Silvia Morawetz. Der amerikanische Musikologe und Musiker Rothenberg hat eine Symphonie der Großstadt geschrieben, das der Nachtigall ein musikalisches Denkmal setzt. Rothenberg, der Wissenschaftler, analysiert den Klang der Tiere, der Musiker Rothenberg jammt mit den Vögeln. So wird sein Buch zu einer Kulturgeschichte der Nachtigall und zur Erforschung der Beziehung von Geräusch und Musik und Poesie. Dazu setzt sich Rothenberg frühmorgens in die Berliner Hasenheide oder trifft Neuro- und Verhaltensbiologin und Leiterin des Nachtigall-Forschungsstelle an der Freien Universität, lässt sich vom Himmel über Berlin durch die Stadt leiten, trifft Berliner Musiker und Sänger und liest, was Kant zur Nachtigall geschrieben hat. Mit dem Musiker Korhan Erel gab er 2014 das erste Nachtigall-Konzert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.05.2020
Das Projekt des Musikers David Rothenberg, nachts durch die Berliner Parks zu ziehen und mit dem Nachtigallen zusammen Klarinette zu spielen, ist Rezensent Harry Nutt sehr sympathisch. In Rothenbergs Essay die "Stadt der Nachtigallen" begegnet Nutt einem kauzigen, aber kundigen Künstler, der ihm mit undogmatischem Wissen das Verständnis für neue Klangwelten eröffnet. Er erfährt allerdings auch, dass der Mann die Nachtigallen für die Wissenschaft verdorben hat, weil er ihnen ihren eigenen Klang vorspielte.
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